„Bitte, helft mir!“ Per Notruf schlug ein Mann im Bezirk Neusiedl gegen 13.15 Uhr Alarm. Er sei von einem Freund mit dem Messer attackiert und verletzt worden, danach habe sich der Angreifer in seinem Wohnhaus verschanzt, sagte das Opfer.
Großeinsatz in Neusiedl
Gleich mehrere Streifenwagen aus dem Bezirk rasten mit Blaulicht zum Tatort. Sofort kümmerten sich die ersten Beamten um den Verletzten. Mit gezogenen Dienstwaffen gingen indes die Kollegen auf dem unübersichtlichen Anwesen, das früher ein landwirtschaftlicher Betrieb war, vorsichtig Schritt für Schritt vor.
Angreifer schlief auf Pferdekuppel ein
„Jeden Augenblick war mit einem Angriff zu rechnen“, berichtet ein Zeuge. Zur Unterstützung wurden weitere Polizisten an die Adresse des Opfers beordert, um das Grundstück abzusichern und eine Flucht des Täters zu verhindern. Kurz darauf konnte Entwarnung gegeben werden.
Der betrunkene Beschuldigte lag bei einer Pferdekoppel auf dem Boden und schlief seelenruhig. Widerstandslos konnte er festgenommen werden. Wütend reagierte der Verletzte auf die Polizei. Er sei ungeimpft und Corona-infiziert, verweigerte eine Maske und hustete die Beamten an. Er wurde ebenfalls vorübergehend festgenommen.
Hausherr wütend, Gast wehrte sich
Wie erst bekannt wurde, war es zu der Messer-Attacke am Landesfeiertag gekommen. Täter und Opfer sagten danach aus, dass sie die ganze Nacht zuvor durchgetrunken hätten. Gemeinsam mit einem Nachbarn soll reichlich Bier geflossen sein.
Mit steigendem Alkoholspiegel soll aber der Hausherr immer aggressiver geworden sein. Er soll seinen Freund mit einem Luftdruckgewehr bedroht und auf ihn eingeschlagen haben, bis dieser sich mit einem Messer zur Wehr setzte. Die Klinge traf das Opfer mitten auf der Brust, die Wunde war nicht lebensgefährlich.
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