Österreichs Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sind im Vorjahr deutlich eingeknickt. Der Rückgang betrug 20,4 Prozent. Dennoch bleiben die USA das zweitwichtigste Lieferziel der Industrie, nach Deutschland. Das geht aus einer Studie im Auftrag der US-Handelskammer in Österreich (AmCham) hervor.
Die US-Importe stagnierten demnach. Bei den Exporten verzeichneten vor allem pharmazeutische Produkte, Maschinen und Geräte ein Minus. In Summe verringerte sich der seit rund einem Vierteljahrhundert bestehende österreichische Handelsbilanzüberschuss mit den USA deutlich.
Positiv in beide Richtungen entwickelten sich die Dienstleistungsexporte. Die wichtigsten Bereiche waren hier die Forschung und Entwicklung, Rechts- und Wirtschaftsdienstleistungen. Eine wichtige Rolle spielten auch die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Reiseverkehr.
950 Tochterfirmen in den USA
950 Tochterfirmen österreichischer Muttergesellschaften seien in den USA aktiv und würden dort rund 60.000 Menschen beschäftigen, sagte Studienautor Christian Helmenstein von dem Wirtschaftsinstitut Economia. Umgekehrt würden die 50 größten US-Unternehmen, die in Österreich tätig sind, rund 2,3 Prozent zur Gesamtwirtschaftsleistung beitragen und fünf Milliarden Euro an Steuern und Abgaben zahlen.
Die AmCham sprach sich angesichts der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump für mehr Freihandel und bessere Rahmenbedingungen für Investorinnen und Investoren aus. Bei den direkten Investitionen machte sich eine gewisse Zurückhaltung bei österreichischen Unternehmen bemerkbar. Sie investierten 2025 mit 22,8 Mrd. Euro um 4,6 Prozent weniger in den USA. Die US-Direktinvestitionen in Österreich stiegen hingegen auf 18,7 Milliarden Euro.
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