Häusliche Gewalt

Frau eingesperrt, Sohn bedroht: Festnahmen in Wien

Heftige Streitereien und Gewalt in den eigenen vier Wänden haben dafür gesorgt, dass am Montag die Wiener Polizei gleich zweimal ausrücken und zwei Männer festnehmen musste. In einem Fall sorgte Eifersucht für einen Ausraster: So verdächtigte ein 28-Jähriger in Wien-Alsergrund seine Frau (27), ein Verhältnis mit seinem Vater (49) zu haben. Und in Mariahilf drohte ein 49-Jähriger, seinen Sohn (18) umzubringen, da sich dieser respektlos ihm gegenüber verhalten habe. 

Der 28-Jährige war sich sicher, dass seine Ehefrau ein Pantscherl mit seinem Vater hatte. „Ich bringe euch beide um!“, drohte der Nordmazedonier. Sie bestritt verzweifelt das angebliche Verhältnis. Rasend vor Eifersucht nahm er am Montag der 27-Jährigen Schlüssel und Handy ab und sperrte sie in der Wohnung nahe der Nussdorfer Straße ein.

Die Frau schaffte es nach einigen Stunden unter einem Vorwand, die vier Wände kurz zu verlassen. Dabei gelang es ihr, die Polizei zu alarmieren. Der 28-Jährige wurde von den Beamten vorläufig festgenommen, gegen ihn wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.

Gesamte Familie beschimpft, geohrfeigt, an den Haaren gezogen
Kurz darauf musste die Polizei zu einem weiteren Fall häuslicher Gewalt nach Mariahilf. Im Zuge eines Streits soll ein 49-jähriger Syrer seinen 18-jährigen Sohn mit dem Umbringen bedroht haben. Der Sohn, der sich nach Ansicht des Vaters respektlos verhalten habe, verständigte daraufhin die Polizei.

Als die Beamten den Sachverhalt abklärten, gaben die übrigen Mitglieder der Flüchtlingsfamilie an, dass der Vater an der gesamten Familie über Jahre hinweg immer wieder Gewalt ausgeübt habe. Er soll die Ehefrau und die sechs Kinder zwischen acht und 18 Jahren beschimpft, geohrfeigt und an den Haaren gezogen haben.

Der 49-Jährige wurde vorläufig festgenommen und gegen ihn ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Nach der polizeilichen Vernehmung wurde der Tatverdächtige über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.

Martina Münzer-Greier
Martina Münzer-Greier
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Samstag, 04. Dezember 2021
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