Großer Schlag gegen den Suchtgifthandel in Wien: Ermittler der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) haben bei zwei Einsätzen binnen weniger Wochen fünf mutmaßliche Dealer festgenommen. Die Ausbeute: rund 70 Kilogramm Marihuana, fast sieben Kilogramm Kokain und knapp 10.000 Euro Bargeld.
Die Ermittler hatten die Szene im Visier – und schlugen im richtigen Moment zu. Bei zwei Amtshandlungen im April und Mai 2026 gelang es den Beamten der EGS, mutmaßliche Suchtgifthändler festzunehmen und große Mengen illegaler Substanzen sicherzustellen.
Verdächtige Übergabe beobachtet
Der erste Zugriff erfolgte am 25. April im 15. Bezirk. Bei einer Streife beobachteten die Polizisten eine verdächtige Übergabe: Ein 27-jähriger Montenegriner soll einem 26-jährigen Libyer eine Tragetasche übergeben haben. Kurz darauf traf der Libyer auf einen 27-jährigen Algerier. Noch bevor die Männer in ein Taxi steigen konnten, griffen die Beamten ein.
In der Tasche fanden die Polizisten rund 1,1 Kilogramm Marihuana. Beim 26-Jährigen wurden zudem Kokain, Bargeld und ein Pfefferspray sichergestellt. Auch beim algerischen Verdächtigen fanden die Beamten Bargeld.
Die Ermittlungen führten die Polizisten schließlich zu einer Wohnung im 15. Bezirk. Dort folgte der nächste Fund: Rund 68,9 Kilogramm Marihuana und etwa 3000 Euro Bargeld wurden sichergestellt.
Erneut Deal in U-Bahn-Station beobachtet
Nur wenige Wochen später folgte der nächste Erfolg der Ermittler. Am 10. Mai beobachteten EGS-Beamte in der U-Bahn-Station Kardinal-Nagl-Platz eine weitere mutmaßliche Suchtgiftübergabe. Ein 49-jähriger Serbe soll einem 28-jährigen Landsmann ein Sackerl übergeben haben.
Die beiden Männer wurden unmittelbar danach festgenommen. Dabei stellten die Beamten zunächst rund 152 Gramm Kokain und Bargeld sicher. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler weitere rund 6,7 Kilogramm Kokain sowie geringe Mengen Marihuana.
Für zusätzliche Brisanz sorgte ein Detail: Bei der Durchsuchung wurde festgestellt, dass die Eingangstüre einer Wohnung aufgebrochen worden war. Laut Polizei besteht der Verdacht, dass bislang unbekannte Täter versucht haben könnten, an die sichergestellten Suchtmittel zu gelangen. Die Ermittlungen laufen.
Alle fünf Tatverdächtigen wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.
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