02.11.2021 15:26 |

Backstage-Führung

Im Stadttheater Klagenfurt hinter den Kulissen

Durch die Corona-Pandemie konnten 25 „prima la musica“-Sieger nicht am Bundeswettbewerb in Wien teilnehmen. Das Land Kärnten lud die kleinen Musikantinnen und Musikanten dafür aber Backstage ins Stadttheater Klagenfurt ein...

„Ich bin total aufgeregt, sowas habe ich noch nie erlebt“, sagt „prima la Musiker“-Landessieger Samuel Nowak. Der Elfjährige spielt grandios Akkordeon und ist einer von 25 Musikschülern, die wegen der Pandemie nicht beim Bundeswettbewerb in Wien dabei waren. Als kleines Dankeschön wurden die Nachwuchstalente aber vom Land Kärnten ins Klagenfurter Stadttheater eingeladen. „Wir durften hinter die Kulissen blicken. Das war sehr spannend“, erzählt Klarinettistin Sophie Fleißner (12).

Backstage durchs ganze Stadttheater
Durchs Haus, das Kaiser Franz Josef im Jahr 1908 erbauen hat lassen, begleiteten Dramaturg Markus Hänsel sowie die Theaterpädagogen Verena Schellander und Katharina Schmölzer. Die spannende Backstage-Reise führte durchs gesamte Theater, wo 250 Mitarbeiter tätig sind. Hänsel: „Hier wird sogar seit Hunderten Jahren Theatergeschichte geschrieben. Wo sich heute der Garten befindet, stand ja einst das Ballhaus.“

Die Tour im Backstage-Bereich startete im Magazin, wo die Schüler Requisiten wie riesige Bananenschalen oder Tierköpfe bestaunen konnten. „Das gehört alles zum Dschungelbuch. Die Premiere für das imposante Musical steht ja kurz bevor“, so Hänsel. Weiter ging es zum Lastenaufzug, der die riesigen Requisiten auf die Bühne hebt.

Hauseigene Tischler
Hänsel: „In der hauseigenen Tischlerei fertigen sechs Tischler die Bühnenbilder für insgesamt elf Produktionen im Jahr an.“ Derzeit wird das Bühnenbild für die Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ – die Premiere ist im Jänner – errichtet. „In unserer Schneidereiwerkstatt nähen Schneiderinnen pro Produktion bis zu 300 Kostüme.“ Echthaarperücken für Gräfinnen und Zofen, die bei der Oper „Le nozze di Figaro“ – Premiere am 4. 11 – auf die Bühne treten werden, faszinierten in der Maske. „Für eine Perücke brauchen Maskenbildner 80 Stunden.“

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In unserer Schneidereiwerkstatt nähen Schneiderinnen pro Produktion bis zu 300 Kostüme.

Dramaturg Markus Hänsel

Live bei Probe dabei
Im Saal, wo die Musikschüler bei der Figaro-Probe live dabei sein durften, wurden sie von Intendant Aron Stiehl und Regisseurin Brigitte Fassbaender begrüßt. „Ich verpasse Figaros Intrigengewirr auf der Bühne eine lebendige Note“, sagte Fassbaender. Auch Chefdirigent Nicholas Milton gab Einblicke in seine Arbeit: „Mozart malte für diese Oper musikalische Bilder.“ Die Schüler waren jedenfalls fasziniert, von der Probe des Mozart-Werkes.

Von
Gerlinde Schager
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