Gefährliche Erotik

Die Heimkehr des Weibsteufels in die Burgenstadt

Kärnten
21.04.2026 12:00

Die Rückkehr des Stückes in die Burgenstadt, in der der Autor lebte: „Der Weibsteufel“ in Friesach, wo Karl Schönherr vor seiner ruhmreichen Schriftstellerzeit in einem völlig anderen Bereich tätig war.

In Bayern konnte die katholische Kirche 1918 die Absetzung des Stückes erreichen, heute gehört es zu den meistgespielten Werken: „Der Weibsteufel“ erzählt von einem Ehepaar, das in einer grenznahen Hütte vom Schmuggeln lebt, sich ein Haus im Tal und vergeblich ein Kind wünscht. Der Mann will, dass seine Frau den neuen Grenzjäger ablenkt – aus der taktisch eingesetzten Erotik werden aber Gefühle, alles gerät außer Kontrolle.

In der alten Apotheke am Hauptplatz absolvierte der später so berühmte Schriftsteller ein ...
In der alten Apotheke am Hauptplatz absolvierte der später so berühmte Schriftsteller ein Praktikum.(Bild: Christina Natascha Kogler)
Gedenktafel in Friesach.
Gedenktafel in Friesach.(Bild: Christina Natascha Kogler)
Regisseur Herbert Marktl, der Ehemann, das blutleere Mandl, Helmut Wachernig, die Ehefrau, der ...
Regisseur Herbert Marktl, der Ehemann, das blutleere Mandl, Helmut Wachernig, die Ehefrau, der Weibsteufel, Carina Ruppitsch und der Grenzgänger Philipp Bürger.(Bild: KulturMarktLücke)

1914 hat Karl Schönherr die Dreiecksgeschichte geschrieben, die zu seinem erfolgreichsten Werk werden sollte. Dabei hatte der Tiroler zunächst Germanistik studiert, dann in Medizin promoviert. 1890 und 1891 absolvierte er in der Apotheke am Hauptplatz von Friesach ein Praktikum. Eine Tafel erinnert am Haus, eine nach ihm benannte Straße in der Stadt an den Arzt, der später in Wien eine Ordination hatte, aber als Schriftsteller berühmt wurde.

Dreiecksgeschichte noch zweimal in Friesach
Das Stück über die drei Namenlosen hat die KulturMarktLücke im Vorjahr in der Inszenierung von Herbert Marktl im Pflegerhauskeller von Hochosterwitz gespielt. Es wurde ausgewählt, um am Palmsonntag am Theaterfestival in Gmünd gezeigt zu werden. „Und um das Schönherr-Stück in die Stadt, in der er eine Zeit lang lebte, zurückzubringen, spielen wir es noch zweimal in Friesach“, so Helmut Wachernig, der das blutleere Mandl verkörpert. Zu sehen am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, (jeweils um 19.30 Uhr) im Stadtsaal. Karten bei Ö-Ticket.

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