Kurz machte Platz

Alexander Schallenberg – das ist der neue Kanzler

Politik
09.10.2021 20:09

Seit Mittwoch überschlagen sich die Ereignisse und gipfelten am Samstagabend in den Rückzug von Bundeskanzler Sebastian Kurz, der für Außenminister Alexander Schallenberg Platz macht. Kurz sagte in einem kurzen Statement, er habe Bundespräsident Alexander Van der Bellen Schallenberg als nächsten Kanzler vorgeschlagen.

Den Politzirkus kennt Schallenberg nur zu gut. Ins Außenamt kam der Diplomat adeliger Herkunft bereits vor mehr als 20 Jahren. Mit dem Aufstieg von Kurz ins Bundeskanzleramt gelang dem langjährigen Pressesprecher mehrerer Außenminister auch sein bis jetzt größter Karrieresprung - nun macht Kurz das Kanzleramt für Schallenberg frei, dem die Diplomatie quasi in die Wiege gelegt wurde.

In Indien, Spanien und Frankreich aufgewachsen
1969 in Bern als Sohn des Botschafters und späteren Generalsekretärs im Außenministerium (1992 bis 1996), Wolfgang Schallenberg, geboren, wuchs Alexander Schallenberg in Indien, Spanien und Frankreich auf. Von 1989 bis 1994 studierte er Rechtswissenschaften in Wien und Paris, danach Europäisches Recht am Europacollege im belgischen Brügge.

Kürzlich mit Van der Bellen und Kurz in New York (Bild: APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER)
Kürzlich mit Van der Bellen und Kurz in New York

Nach Belgien führte ihn auch sein erster Auslandsposten - an die österreichische EU-Vertretung in Brüssel, wo er fünf Jahre lang die Rechtsabteilung leitete. Zurück in Österreich machte sich Schallenberg als Pressesprecher der früheren Außenministerin Ursula Plassnik sowie später deren Nachfolger Michael Spindelegger (beide ÖVP) einen Namen.

Mit Kurz ins Bundeskanzleramt
Als Kurz die Agenden des Außenministers übernahm, beförderte er den Kommunikationsprofi mit Mühlviertler Wurzeln zum Leiter für „strategische außenpolitische Planung“. Auch in den Regierungsverhandlungen nach der Nationalratswahl 2017 zählte Kurz auf seinen „Initimus“, wie Schallenberg genannt wurde. Der ausgewiesene Europaexperte folgte Kurz auch ins Bundeskanzleramt, wo er während der türkis-blauen Regierungszeit die Stabsstelle Strategie und Planung leitete.

Unter der ersten Bundeskanzlerin des Landes, Brigitte Bierlein, wurde der vierfache Vater Außenminister und blieb es auch unter Türkis-Grün.

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