Kinder freuen sich meist auf den Schulbeginn, für viele Eltern aber ist dieser eine weitere finanzielle Belastung. Schulstartpakete sollen daher sicherstellen, dass der Nachwuchs über das nötige Rüstzeug für den Beginn des sogenannten Ernst des Lebens verfügt. Die Verteilung erfolgt über das Rote Kreuz.
Der Schulstart kann für einkommensschwache Eltern zur finanziellen Zerreißprobe werden. „Sie klagen über die oft nicht mehr leistbaren Beiträge“, weiß Martin Schenk, Sozialexperte der Diakonie Österreich. Der Schulbeginn kostet etwa 100 bis 300 Euro. Auch das komplette Schuljahr wird teuer, nämlich bis zu 800 Euro. Etwa für Essensgeld, Elternvereinsbeiträge, Ausflüge, Selbstbehalte und Nachhilfe.
Gutschein-Aktion für 33.500 Familien
Das Sozialministerium stellt daher Schulstartpakete zur Verfügung, die u.a. Rucksack und Hefte enthalten. 33.500 Kinder haben in Wien Anspruch darauf und einen Gutschein per Post erhalten, der bis 10. September beim Roten Kreuz eingelöst werden kann.
Familien zahlen in der Corona-Krise drauf
Die AK-Schulkostenstudie, eine Dauerbefragung von knapp 3000 Eltern mit mehr als 4300 Kindern, hat ein Jahr lang die finanziellen Belastungen der Eltern ermittelt. Für einen guten Schulerfolg ist entscheidend, dass Eltern über ausreichend Zeit, Bildung und Geld verfügen.
Haben Eltern viel davon, kann dem eigenen Kind eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht werden, andere Kinder ohne diese Ressourcen sind deutlich im Nachteil. Die Covid-Krise verschärft diese bestehende Schieflage. Hohe finanzielle Belastungen für Familien mit geringem Einkommen erschweren es Kindern, ein höheres Bildungsniveau zu erreichen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.