80 Prozent aller Österreicher sind im Laufe ihres Lebens auf plasmabasierte Medikamente angewiesen. Dafür braucht es Menschen, die regelmäßig spenden gehen, vor allem in der Ferienzeit sind das aber oft nur wenige!
Blut versorgt den Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff. Darin enthaltenes Plasma hat viele wichtige Aufgaben: Es dient als Transportmittel für Stoffwechselprodukte, Hormone, Glukose, Lipide und Kohlendioxid. Zudem leitet es Abfallprodukte des Stoffwechsels aus dem Körper. Vor allem die Plasmaproteine sind wichtig, sie sorgen für stabilen Blutdruck, reibungslose Blutgerinnung und rasche Abwehr von Infektionen. Die enthaltenen Gerinnungsstoffe stoppen Blutungen und unterstützen die Wundheilung. Aus Plasma gewonnene Medikamente helfen kranken oder verletzten Menschen, deren Blut diese Aufgaben nicht mehr selbst erfüllt. Viele Personen sind ein Leben lang auf plasma-basierte Medikamente angewiesen - oftmals als einzige Therapieoption.
Bei der Plasmaspende gibt man im Gegensatz zur Vollblutspende nur den flüssigen Bestandteil des Blutes, eben das Plasma. Das Blut fließt durch ein steriles Einmal-Schlauchsystem mit integrierter Zentrifuge. Dabei werden die Blutzellen und das Plasma voneinander getrennt und dieses dann in einem Beutel gesammelt, während die restlichen Bestandteile des „Lebenssaftes“ zurück in den Körper des Spenders fließen. Den Vorgang nennt man Plasmapherese.
Leider nimmt die Zahl der Spender in den Sommermonaten merklich ab. Das vermag zu Engpässen zu führen, denn die Patienten können keinen Urlaub von ihren Behandlungen machen. Daher rufen die spezifizierten Zentren derzeit dringend zur Plasmaspende auf, damit die Versorgung auch weiterhin gewährleistet werden kann.
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