Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte am Montag aus internen E-Mails einer Internetsicherheitsfirma, die für Morgan Stanley arbeitete. "Sie sind hart von den wahren Aurora-Attacken getroffen worden", schrieb demnach ein Techniker an seinen Chef bei der Sicherheitsfirma HBGary. Welche Informationen gestohlen wurden, blieb indes offen.
Die Bank selbst äußerte sich nicht direkt zu dem Vorfall. Bloomberg zitierte den hochrangigen FBI-Beamten Steven Chabinsky mit den Worten, dass es Hacker derzeit verstärkt auf Informationen zu Übernahmen und Fusionen abgesehen haben. Nachdem es der Wirtschaft wieder besser gehe, steige die Zahl solcher Geschäfte. Und jede Information der Gegenseite sei in den Verkaufsverhandlungen bares Geld wert.
Die 2009 gestarteten Hackerangriffe auf eine ganze Reihe von US-Konzernen waren im Jänner 2010 ans Licht gekommen, als Google sie öffentlich anprangerte. Unter anderem hatten die Hacker versucht, die E-Mail-Konten von Regimegegnern zu knacken. In den USA wird vermutet, dass die chinesische Regierung hinter den Attacken steckt. Google hatte sich nach den Angriffen nicht mehr den Zensurbestimmungen in der Volksrepublik beugen wollen und sich teils aus dem Land zurückgezogen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.