15.06.2021 15:00 |

Gestörte Nachtruhe

Jeder vierte Österreicher ist tagsüber sehr müde

50 Prozent der Bevölkerung leiden hierzulande unter Schlafproblemen. Etliche davon sind am nächsten Tag stark erschöpft, so eine aktuelle Studie der Spectra Marktforschung. Die sogenannte Tagesschläfrigkeit steigt mit dem Alter an - und mit ihr die Unfallgefahr.

Nicht nur die Corona-Pandemie lässt viele schlechter ruhen und „gerädert“ aufwachen. Auch die „obstruktive Schlafapnoe“, durch die Betroffene nachts Atemaussetzer von mindestens 10 Sekunden haben, kommt als Auslöser infrage. Diese führen zu Weckreaktionen, der Schlaf wird unterbrochen. Typischerweise trifft es meist Männer zwischen 40 und 65 Jahren, mit Übergewicht und Bluthochdruck. „Mindestens 300.000 Österreicher leiden an Schlafapnoe, die Dunkelziffer liegt bei 600.000. Nur jeder Vierte, der eine Therapie bräuchte, wird auch ärztlich behandelt“, warnte OA Dr. Rainer Popovic, Präsident der Österr. Gesellschaft für Schlafmedizin und -forschung, auf einer Pressekonferenz. Ohne Therapie kann eine Schlafapnoe langfristig erhebliche Probleme an den Organen verursachen. Da die Atemaussetzer die Sauerstoffkonzentration im Blut verringern, kommt es aufgrund des Sauerstoffmangels zu teils schwerwiegenden Schäden. Mögliche Folgen sind Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Meistens drängt übrigens der Bettnachbar auf eine Abklärung, weil das mit der Schlafapnoe einhergehende Schnarchen unerträglich wird. Der richtige Ansprechpartner ist dann ein Lungenfach- oder HNO-Arzt, der auf Schlafmedizin spezialisiert ist. Er stellt dem Betroffenen ein Gerät zur Verfügung, mit dem er zuhause seinen Schlaf überwacht und feststellt, ob es zu Atemaussetzern kommt. Sollten genauere Untersuchungen nötig sein, führt der Weg ins Schlaflabor.

Monika Kotasek-Rissel
Monika Kotasek-Rissel
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