28.01.2021 20:55 |

„Reale Bedrohung“

Außenminister verteidigt Atombombenangriff-Video

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat am Donnerstag im Bundesrat das vom Außenministerium produzierte Video, in dem die Folgen eines Atombombenangriffs auf Wien simuliert werden, verteidigt. Das Video zeige, dass das Thema aufrege, und sei keine „spekulative Angstmache, sondern leider eine reale Bedrohung“, sagte Schallenberg. Zuvor hatte die SPÖ-Fraktionsvorsitzende Korinnna Schumann von einem „Horror-Video“ gesprochen.

Mit dem Video habe man versucht „eine abstrakt wirkende Bedrohung greifbar“ zu machen, so Schallenberg. Gekostet habe das von einer externen Firma produzierte Video 4000 Euro netto. „Das Video basiert auf seriösen Fakten“, so Schallenberg. Auf die von Schumann geäußerte Forderung, Österreich solle sich besser um die „zahlreichen schrottreifen Atomkraftwerke in der Nachbarschaft“ kümmern, meinte Schallenberg, es gebe keinen Zweifel an einer „aktiven österreichischen Anti-Atompolitik“.

SPÖ wirft ÖVP Ablenkungsmanöver vor
Schumann kritisierte, dass in dem Video aufgelistet werde, dass ein Atombombenabwurf über Wien „230.380 Tote und 504.460 Verletzte“ zur Folge hätte. Bei „535.000 Arbeitslosen und fast 460.000 Menschen in Kurzarbeit“ stelle sich die Sinnfrage „in dieser Zeit“. „Vom Chaos einer fehlenden Impf-Versorgung der Bevölkerung kann man so nicht ablenken“, so Schumann.

Der SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach warf der ÖVP vor, mit dem Video nur einen Themenwechsel in der öffentlichen Debatte produzieren zu wollen.

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