Flächendeckend

Anschober will Testangebot in jeder Gemeinde

Politik
28.01.2021 14:30

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) strebt eine flächendeckende Möglichkeit für Coronavirus-Tests an. In der Fragestunde des Bundesrates nannte Anschober das „mittelfristige“ Ziel, möglichst in jeder Gemeinde ein Testangebot anzubieten. In Zusammenarbeit mit den Bundesländern sei das Angebot an Teststraßen bereits massiv ausgebaut worden. Darüber hinaus kündigte der Minister auch Vereinbarungen mit den Interessensvertretungen für Tests in Betrieben an.

Die bereits beschlossenen Selbst-Schnelltests will Anschober „möglichst rasch“ zum Einsatz bringen. Diese „Wohnzimmer-Tests“ seien eine „wichtige Ergänzung“ für die PCR-Tests, auch in der Schule. Er gehe jedenfalls davon aus, dass sie „sehr zeitnah“ verfügbar sein werden, sagte Anschober im Zuge der zweistündigen Befragung im Bundesrat.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Gesundheitsminister Rudolf Anschober

In Sachen Impfungen teilte der Gesundheitsminister mit, dass man bei den Impfungen mit den Alten- und Pflegeheimen „weitestgehend“ durch sei. In der zweiten Februarhälfte sollten hier auch alle mit dem „zweiten Stich“ versorgt sein. Jetzt sollen dann die über 80-Jährigen an die Reihe kommen. Ziel sei es, dass diese Gruppe „größtenteils“ bis zum Ende des ersten Quartals durchgeimpft sei.

Impfplan mit drei Varianten
Für den Impfplan habe man nun drei Varianten erarbeitet, teilte Anschober mit - je nachdem ob der Impfstoff von AstraZeneca nun voraussichtlich am Freitag von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vollständig, oder nur teilweise genehmigt werde oder ob die geplanten Liefermengen nicht eingehalten werden.

Die Impfbereitschaft im Land steigt, doch in der EU herrscht teils Chaos beim Impfen. (Bild: Jöchl Martin)
Die Impfbereitschaft im Land steigt, doch in der EU herrscht teils Chaos beim Impfen.

In diesem Zusammenhang wies Anschober den Vorwurf zurück, dass die EU die Verträge mit den Impfstoff-Herstellern zu spät abgeschlossen habe. Diese Verträge seien bereits im August abgeschlossen worden und es gebe klare vertragsrechtliche Ansprüche für die vereinbarten Liefermengen, betonte der Minister.

85 Prozent der Corona-Impfungen schon im E-Impfpass
Beim elektronischen Impfpass geht Anschober davon aus, dass bis Ende März 100 Prozent aller Corona-Impfungen in das elektronische Impfregister eingetragen sein werden. Derzeit sind es österreichweit 85 Prozent, wobei in einigen Bundesländern die Impfungen schon vollständig eingetragen seien.

(Bild: APA, krone.at-Grafik)

Für die geplante Pflegereform rechnet der Sozialminister damit, dass die dafür eingesetzte Taskforce ihren Endbericht nächste Woche vorlegen wird. Diese Taskforce solle dann in die Zielsteuerungskommission Pflege übergeführt werden, die die Reform dann ausrollen soll.

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