Ordentliche Probleme mit den organisierten Bettlern haben die Politiker in Klagenfurt. Im Dom der Landeshauptstadt sind die Ausländer sogar schon gegenüber Kirchenbesuchern handgreiflich geworden, weil ihnen diese kein Geld gegeben hatten. Die Rathauspolitiker verlangen jetzt von ihren Kollegen im Landesparlament, ein Bettelverbot für bestimmte öffentliche Plätze zu erlassen.
In Villach wird die Polizei immer öfter von Geschäftsleuten zu Hilfe gerufen. "Sie bitten uns, die Bettler vor ihren Läden zu entfernen", bestätigt ein Beamter. "Wir weisen sie weg. Solange sie niemandem was tun, können wir nichts anderes machen."
Bei der Nikolai-Kirche aber sei es schon vorgekommen, dass Gläubige zwar nicht mit körperlicher Gewalt, aber mit aggressivem Auftreten zum Spenden "überredet" werden sollten. Ein Beamter: "Der Pfarrer hat manchen Bettlern leider eine Erlaubnis erteilt, und es ist sein Grundstück – also sind wir machtlos."
Mock: "Strengeres Landesgesetz wäre mir nicht unlieb"
Auf die Macht seiner Überzeugungsfähigkeit setzt dagegen der Spittaler Stadtchef Gerhard Köfer: "Wenn ich sehe, dass diese Profibrettler aggressiv werden, rede ich persönlich mit ihnen." Sehr bestimmt aber höflich, erklärt er ihnen, dass es in seiner Stadt nichts zu holen gebe: "Und meist gehen sie wirklich!" Sein St. Veiter Kollege Gerhard Mock bemerkt ebenfalls eine Zunahme der Bettelei: "Es gab noch keine gröberen Vorfälle, aber ein strengeres Landesgesetz wäre mir nicht unlieb."
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