Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Österreichs Wirtschaft geringer ausfallen werden als 2022, nachdem Russland die Ukraine überfallen hatte. Das geht aus einer aktuellen Länderanalyse hervor. Demnach dürfte die Inflation in diesem Jahr bei 2,5 Prozent liegen.
Die höheren Benzinpreise würden das Wachstum der Realeinkommen und den privaten Konsum belasten, teilte der IWF weiter mit. Mittelfristig werde sich das Wirtschaftswachstum in Österreich verlangsamen, was aber vor allem auf demografische Herausforderungen zurückzuführen sei. Laut der Prognose wird das BIP bis 2028 um etwa 1,3 Prozent zulegen, bis 2031 nur mehr um rund 0,8 Prozent.
„Trotz innerstaatlicher und externer Herausforderungen ist der Bankensektor weiterhin gut kapitalisiert, hochprofitabel und liquide. Stresstests bestätigen, dass die systemweiten Kapitalquoten selbst unter strengen, aber plausiblen Stressszenarien über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen liegen und die Banken erheblichen Liquiditätsabflüssen standhalten können“, schreibt der IWF.
Das rät der IWF der Regierung
In puncto Staatshaushalt sieht der IWF beim Gesundheitsbereich und den Pensionen Handlungsbedarf. Österreichs Defizit sei mit vier Prozent derzeit zu hoch und müsse sich langfristig wieder zwei Prozent annähern, sagte Geoff Gottlieb, der die IWF-Mission zur Prüfung der österreichischen Wirtschaft leitet. Er schlug vor, Anreize für einen früheren Pensionsantritt zu reduzieren und das allgemeine Pensionsantrittsalter zu erhöhen.
Zudem sollte die Regierung einkommensschwächeren Haushalten gezielt unter die Arme greifen. „Dieser Ansatz bewahrt Preissignale, fördert Energieeinsparungen und begrenzt die fiskalischen Kosten“, heißt es im Bericht. Das sei in der jüngeren Vergangenheit – Stichwort Gießkanne – nicht immer geschehen. Die Einzelhandelspreise liegen demnach selbst unter Berücksichtigung bei Steuern und Einkommensniveaus über jenen der Nachbarländer. Das sei etwa auf bürokratische Hürden für den Markteintritt zurückzuführen. Diese Regeln könnte man lockern, um die Preise zu reduzieren, heißt es.
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