Papst Leo traf Rubio

Kardinalstaatssekretär: Trumps Aussagen „seltsam“

Außenpolitik
07.05.2026 13:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Donnerstag hat sich US-Außenminister Marco Rubio in Rom mit Papst Leo XIV. getroffen. Neben dem Pontifex hat er auch Gespräche mit anderen hochrangigen Politikerinnen und Politikern geführt. Hintergrund sind die jüngsten Spannungen zwischen dem Papst und US-Präsident Donald Trump.

Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des Papstes reagiert und ihm unterstellt, sich mit einem Land gemein zu machen, „das eine Atomwaffe will“. Rubio ist Sohn kubanischer Einwanderer und anders als Trump selbst Katholik.

Mögliches Telefonat zwischen Leo XIV. und Trump
Auf eine mögliche Annäherung im Verhältnis zur US-Regierung angesprochen, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, es sei „noch verfrüht“, über ein mögliches Telefonat zwischen Leo XIV. und Trump zu sprechen. Der Papst sei jedoch „für alle Optionen offen“ und habe sich „nie jemandem verweigert“. Sollte ein direktes Gespräch mit Trump vorgeschlagen oder erbeten werden, „hätte er sicherlich keine Schwierigkeiten, es anzunehmen“. Er betonte außerdem, die USA seien weiterhin ein wichtiger Gesprächspartner des Heiligen Stuhls.

„Trumps Kritik am Papst ‘zumindest seltsam‘“
Der Chefdiplomat hat auch die neuerliche Kritik Trumps an Leo XIV. zurückgewiesen. Er erscheine ihm „zumindest seltsam“, den Papst auf diese Weise anzugreifen oder ihm Vorwürfe zu machen, sagte er. Dabei bezog er sich auf die wiederholte Äußerung, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche iranische Atomwaffen akzeptiere und damit viele Menschen gefährde. Der Heilige Stuhl habe sich stets für nukleare Abrüstung eingesetzt und tue dies weiterhin.

Polens Regierungschef sprach mit Papst über Ukraine-Krieg
Vor Rubio hatte der Papst den polnischen Premierminister Donald Tusk empfangen. Dieser hat im Vatikan Gespräche über den Ukraine-Krieg und die innenpolitische Situation in Polen geführt. In den vergangenen Monaten hatte es zwischen der Regierung Tusk und den polnischen Bischöfen Meinungsverschiedenheiten insbesondere zu Abtreibungsgesetzen und zum Schulunterricht gegeben. „Ich habe ihm von der Lage in Polen erzählt und davon, dass auch wir sehr polarisiert sind, dass dieser politische Konflikt auch in Polen manchmal unnötig scharfe Züge annimmt“, so Tusk über die Begegnung mit dem Papst.

Tusk: Treffen „überraschend inoffiziell“
Bei einem anschließenden Statement vor der Presse in Rom bezeichnete Tusk Leo XIV. als „großartigen Gesprächspartner“. Er habe das Kirchenoberhaupt nach Polen eingeladen und Leo XIV. habe dies „mit Freude angenommen“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung