Exakt vor einem Jahr wurde Robert Prevost in der Nachfolge des argentinischen Papstes Franziskus und zuvor des deutschen Papstes Benedikt XVI. als erster Amerikaner zum Pontifex Maximus der katholischen Kirche gewählt. Von Anbeginn präsentierte sich Leo XIV. als Friedens-Papst, womit er in jüngster Zeit in scharfen Gegensatz zu seinem Landsmann Donald Trump geriet. Dieser attackierte ihn wegen seiner entschiedenen Aufrufe, alle Kriege zu beenden: Der Papst habe keine Ahnung und er sei nur wegen ihm, Donald Trump, gewählt worden.
EINERSEITS sollte wohl klar sein, dass der Heilige Vater für den Frieden eintreten muss. Was sollte er sonst tun? Zu einem neuen Kreuzzug gegen die Mullahs aufrufen? Oder zu einer Ketzer-Verfolgung gegen Russlands orthodoxe Kirche?
ANDERERSEITS drängen sich angesichts Trumps Angriffe auf den Papst unselige historische Vergleiche auf. Erinnerungen an Zeiten werden wach, in denen etwa die römisch-deutschen Kaiser Päpste ein- und abgesetzt haben, wie es ihnen gepasst hat. Oder als die französischen Könige den Papst nach Avignon entführten. Nun dürften derlei Vergleiche dem historisch eher unbedarften US-Präsidenten wenig sagen.
Offensichtlich aber glaubt der wohl mächtigste Mann der Welt, auch mit Religionsführern umspringen zu können, wie es ihm passt. Der aktuelle Besuch seines Außenministers Rubio im Vatikan könnte aber für Entspannung sorgen.
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