12.10.2020 10:44 |

Interesse an Xilinx

Mega-Zukauf soll AMD im Kampf gegen Intel stärken

Der US-Chipkonzern AMD bläst laut Insidern mit einem möglichen Kauf des auf Mobilfunktechnik und Rechenzentren spezialisierten Herstellers Xilinx zum Angriff auf den großen Rivalen Intel. Ein Deal, der Xilinx mit rund 30 Milliarden US-Dollar (25,5 Milliarden Euro) bewerten würde, könnte bereits diese Woche angekündigt werden, berichtete Bloomberg.

Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ über Gespräche zwischen beiden Unternehmen berichtet.Die Übernahme würde bei AMD dem Geschäft mit Chips für Rechenzentren einen Schub verleihen. In diesem Bereich ist vor allem Intel traditionell stark aufgestellt.

Xilinx zuletzt verstärkt im Serverbereich aktiv
Die Chips von Xilinx wurden bisher vor allem in der Telekommunikationsindustrie verwendet, doch zuletzt richtete der Konzern den Fokus auch auf das Geschäft mit Rechenzentren. Dieser Markt boomt im Zuge der Digitalisierung mit immer mehr Diensten aus dem Internet.

Zusätzlichen Schwung verlieh dem Geschäft die Coronakrise, da der Datenverkehr etwa durch Home-Office und Videokonferenzen weiter nach oben schnellte. AMD könnte mit dem Kauf von Xilinx zudem in den Markt für Telekommunikationschips vordringen, der gerade vom globalen Aufbau der 5G-Netze profitiert.

Xilinx brachte es an der Börse Ende letzter Woche auf einen Marktwert von knapp 26 Milliarden Dollar. AMD ist an der Börse mit rund 100 Milliarden Dollar viermal so viel wert. Zum Vergleich: Der Dauerrivale Intel bringt es auf 227 Milliarden Dollar.

Ganze Chipbranche ist im Umbruch
In die Chipbranche gibt es seit einiger Zeit vermehrt Übernahmen. So greift der Grafikkarten-Spezialisten Nvidia nach dem Chip-Designer ARM, einem Schlüssel-Unternehmen für die Smartphone-Branche.

Aktuell verleibt sich zudem der US-Halbleiterkonzern Analog Devices den Rivalen Maxim Integrated Products in einer Milliardentransaktion ein. Hierzulande hatte vor wenigen Monaten der stark auf die Autobranche ausgerichtete Dax-Konzern Infineon den US-Konkurrenten Cypress für neun Milliarden Euro geschluckt.

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