Der FPÖ-Abgeordneten Bernhard Themessl und andere wollten von Pröll wissen, wie viele Gebühren nach § 28 Abs. 3 und 4 des Gebührengesetzes (Veranstaltung von Glücksspielen und Sportwetten) das Finanzministerium von 2005 bis 2009 eingenommen hat. Wie aus der Anfragebeantwortung vom 23. Juli hervorgeht, hat sich das Aufkommen aus diesen Posten mehr als verdoppelt. Warfen die elektronischen Lotterien 2005 nur 8,97 Millionen Euro an Gebühren ab, so waren es 2006 bereits 11,8 Millionen Euro. In den darauffolgenden Jahren stieg die Summe auf 12,8 Millionen (2007) bzw. 16,2 Millionen Euro (2008) an.
Die Online-Plattform win2day.at war auch im Krisenjahr 2009 die weitaus stärkste Sparte der Österreichischen Lotterien - der Umsatz schnellte um rund 13 Prozent auf über eine Milliarde Euro hoch. Margenmäßig gilt das Online-Zocken aber als mager. Auch das Spielen an den VLTs (zentralvernetzte Automaten) war wieder sehr beliebt. Der WINWIN-Umsatz stieg nicht zuletzt dank eines neuen Outlets um fast 19 Prozent auf 362 Millionen Euro.
An Sportwetten und Glücksspielen verdiente die öffentliche Hand ebenfalls ordentlich mit. Das Gebührenaufkommen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bezifferte das Finanzministerium für 2009 mit 8,08 Millionen (Sportwetten) bzw. 1,07 Millionen. Euro (Glücksspiel). In der Steiermark fielen im Vorjahr aus diesen beiden Titeln 912.955 Euro an Gebühren an, in Tirol 764.423, in Oberösterreich 712.482 Euro und Salzburg 612.781 Euro. In Kärnten belief sich das Aufkommen auf knapp eine halbe Million Euro, in Vorarlberg auf 110.212 Euro.
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