22.02.2020 06:56 |

In-Ears am Prüfstand

B&W PI3: Hart im Bass, präzise in der Wiedergabe

Es gibt gute Gründe, den Trend zum gänzlich kabellosen True-Wireless-In-Ear nicht mitzumachen: Klassische Bauformen gehen nicht so leicht verloren, bieten mehr Akkulaufzeit und haben oft auch beim Klang die Nase vorn. Ein besonders edles Exemplar mit Doppeltreibern kommt vom britischen Hersteller Bowers & Wilkins. Wir haben die PI3 probegehört.

Mit einem Preis von 200 Euro peilt Bowers & Wilkins mit den PI3 den Markt für High-End-In-Ears an und entsprechend hochwertig ist auch die Ausstattung der über einen Silikon-Nackenbügel verbundenen PI3. Sie verfügen über Dual-Treiber-Technologie mit getrennten Treibern für Bass und Mitten bzw. Höhen, wobei sowohl die Bass-, als auch die Mittel- und Hochtontreiber ihren eigenen Verstärker haben.

Hart im Bass, präzise im Hoch- und Mitteltonbereich
Das Klangergebnis wusste im Test sehr gut zu gefallen. Die PI3 liefern auch bei hohen Pegeln noch präzisen Klang, stellen den Hoch- und Mitteltonbereich ebenso klar und gut ausdifferenziert dar wie den Bass. Letzterer dringt dank der dedizierten Treiber mit für In-Ears ungewohnter Härte ins Ohr, was die PI3 zum interessanten Ohrhöhrer für Freunde basslastiger Musik macht.

Die maximal erzielbare Lautstärke reicht auch für Öffi-Fahrten und sollte auch für jene User hoch genug sein, die sich gern etwas lauter beschallen lassen.

Bullig, aber der Tragekomfort passt
Der Tragekomfort des durch die Verstärker am Nackenbügel etwas bulligeren In-Ears erwies sich im Test als sehr gut. Weil die Technik im Bügel untergebracht ist, zieht kein unnötiges Gewicht am In-Ear selbst, der mit weichen Silikonstöpseln - es werden verschiedene Größen mitgeliefert - und zusätzlich mit kleinen Häkchen im Ohr fixiert wird. Dadurch fallen die PI3 auch beim Sport nicht leicht aus den Ohren. Einzig das etwas steife Flachbandkabel erwies sich im Test als tückisch - vor allem in Kombination mit Jacken mit steifem Kragen.

Saubere Verarbeitung
Die Verarbeitung der PI3 ist ebenfalls überzeugend. Der ganze In-Ear ist, inklusive Nackenbügel, mit weichem Silikon überzogen und sollte damit auch Schweiß gut standhalten. Die Bedienelemente mit texturiertem und damit leicht zu erfühlendem Play-Knopf, die am Nackenbügel untergebracht sind, bieten einen klaren Druckpunkt und reagierten im Test zuverlässig. Die beiden In-Ears sind magnetisch, wodurch sie sich auch bei Nichtbenutzung sauber am Körper tragen lassen.

Laden über USB-C, Transport-Sackerl mitgeliefert
Dass über das zeitgemäße USB-C geladen wird, sei positiv hervorgehoben. Was manch einem Nutzer fehlen könnte, sind Dichtungen: Gegen Flüssigkeiten oder Staub sind die PI3 nicht resistent. Lobenswert: Im Lieferumfang findet man ein Stoffsackerl, das die Edel-In-Ears beim Transport schützt. Ein in den Nackenbügel integriertes Mikro ermöglicht Telefonate.

Die Bedienung erwies sich im Test als unkompliziert: Einschalten, Bluetooth koppeln, loslegen. Lautstärke und Wiedergabe regelt man dabei ganz klassisch über die Knöpfe am Nackenbügel. Wer mag, kann den Klang über eine Begleit-App für iOS und Android justieren. Der aktuelle Akkustand der In-Ears - sie liefern je nach Lautstärke rund acht Stunden Musikgenuss - wird dabei zuverlässig am Zuspiel-Smartphone (wir haben mit Android getestet) angezeigt.

Fazit: 200 Euro sind kein Schnäppchenpreis für Bluetooth-In-Ears. Die PI3 von Bowers & Wilkins liefern dafür aber auch einen ausgesprochen präzisen Klang, bei dem weder die Bässe, noch der Hoch- und Mitteltonbereich zu kurz kommen. Guter Tragekomfort, saubere Verarbeitung und unkomplizierte Bedienung sprechen ebenfalls für die PI3, manch ein sportelnder Nutzer könnte sich aber zwecks höherer Wetterfestigkeit Dichtungen am Ladeanschluss wünschen.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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