Insgesamt löste das Ombudsmann-Team 2009 fast 90 Prozent der Streitfälle. Ihr Gesamtwert: 853.000 Euro. Mit 107 Euro war die durchschnittliche Schadenshöhe pro Beschwerde niedriger als im Jahr davor (2008: 151 Euro). Die meisten Probleme drehten sich um Verträge und Vertragsrücktritte (81,9 Prozent). In diese Kategorie fallen auch vermeintliche "Gratis-Angebote", die rund 75 Prozent der Gesamtbeschwerden ausmachten. Lieferprobleme (verspätete Lieferung, Lieferverweigerung) sind der zweithäufigste Grund mit 7,3 Prozent, gefolgt von falschen Preisangaben bzw. überraschenden Zusatzkosten mit 2,6 Prozent.
Betrüger gehen zumeist ähnlich vor, erklärt die Ombudsstelle. Eine attraktiv gestaltete Website bietet angeblich Gratis-Downloads von Software, Routenplanern, Hausaufgaben oder Ähnlichem an. Die Kostenhinweise werden dabei mehr oder weniger versteckt. Der Konsument registriert sich bereitwillig, doch einige Wochen später folgt die böse Überraschung: Eine Rechnung flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung ablehnt, wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt gedroht. Viele lassen sich davon einschüchtern und bezahlen - unnötigerweise.
"Gerade bei 'Gratis'-Angeboten, die eine Registrierung mit Name und Adresse erfordern, sollte man misstrauisch sein. Denn auch im Internet hat niemand etwas zu verschenken. Wer unsicher ist, ob er es mit einem seriösen Anbieter zu tun hat, kann sich jederzeit beim Ombudsmann-Team erkundigen", so Online-Ombudsmann Bernhard Jungwirth. Auf der Website "Ombudsmann.at" haben die Konsumentenschützer deshalb eine Watchlist verdächtiger Domains bzw. Betreiber online gestellt.
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