Während in Österreich ohne ausdrückliche Ablehnung praktisch jeder Organspender ist ("Widerspruchsregelgung"), gilt in Großbritannien die sogenannte erweiterte Zustimmung. Das heißt, es gibt eigene Ausweise und Listen, in denen die Spender zu Lebzeiten festlegen, welche Organe ihnen zu Transplantationszwecken nach dem (klinischen) Tod entnommen werden dürfen.
Laut der Zeitung sollen von der Panne die Datensätze von rund 800.000 Briten mit Organspendeausweis betroffen sein. Bis auf 45 Personen seien noch alle am Leben. Der Nationale Gesundheitsdienst wollte den Bericht über die 20 fehlerhaften Entnahmen weder bestätigen noch dementieren. Eine Mitarbeitern betonte aber, die Fehler seien inzwischen ausgeräumt. "Es besteht keine Gefahr, dass heute noch falsche Daten verwendet werden", sagte sie.
Dankesschreiben brachte Fehler zutage
Die Irrtümer traten zutage, als die Organisation für Blutspenden und Transplantationen im vergangenen Jahr potenzielle Spender anschrieb und ihnen dafür dankte, dass sie sich in der Datenbank registriert hatten. In diesen Schreiben war auch aufgeführt, welche Organe die Adressaten angeblich spenden wollten. Einige von ihnen schrieben daraufhin zurück, die Angaben seien falsch. Bei einer Überprüfung der Datenbank stellten sich laut "Sunday Telegraph" dann 800.000 Einträge als falsch heraus.
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