09.06.2019 06:05 |

Tipps vom Roten Kreuz

Unfälle beim Grillen

Erste Hilfe bei Notfällen rund um den heißen Rost: Erfahren Sie, wie Sie Verletzungen wie Brand- und Schnittwunden richtig versorgen. Auch vor Stolperfallen bei den lustigen Familienfesten wird gewarnt. Knochenbrüche sind nicht selten.

Sonnige Tage und laue Abende locken wieder Tausende Österreicher hinter den Grill. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit kommt es jedes Jahr zu 700 Unfällen. „Grillfans sollten immer einen Feuerlöscher oder Kübel Wasser und eine Löschdecke zur Hand haben“, empfiehlt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Schreiber. Fast die Hälfte der Grillverletzungen sind Verbrennungen, gefolgt von Schnittwunden und Knochenbrüchen.

„Bei leichten Brandverletzungen kühlen Sie die betroffene Stelle für 10 Minuten mit Wasser, das lindert die Schmerzen“, so der Experte. Aber Achtung: Das Wasser sollte nicht kalt, sondern handwarm sein. Friert der Verletzte, dann sollten Sie den Vorgang sofort stoppen. Bei schweren und großflächigen Verbrennungen den Notruf 144 wählen. Nach der Versorgung der Wunde die Beine des Betroffenen hochlagern, bis die Rettung kommt.

Oft schneiden sich Grillmeister bei den Vorbereitungen ins eigene Fleisch. In einigen Fällen ist die Schnittverletzung so tief, dass ein Pflaster nicht reicht. Stoppen Sie starke Blutungen mit einem Druckverband oder dem sogenannten manuellen Druck. „Pressen Sie Finger, Handballen oder Faust fest auf die Schnittwunde“, erklärt Dr. Schreiber. Auch hier gilt es, den verletzten Körperteil hoch zu lagern. Tiefe Wunden so schnell wie möglich von einem Arzt nähen lassen.

Vorsicht vor Stolperfallen! Beim Grillen kommt es häufig zu Knochenbrüchen. „Versuchen Sie auf keinen Fall, Gliedmaßen selbst einzurenken“, warnt der Arzt. Wichtig: betroffene Stelle ruhig stellen und Schwellungen kühlen, bis die Rettung eintrifft. Für schöne und verletzungsfreie Grillabende gilt: nicht hetzen und konzentriert arbeiten.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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