Do, 25. April 2019
23.03.2019 08:59

„Beispielloses Risiko“

Forscher warnen vor Nutzung von Gesundheits-Apps

Britische Forscher warnen vor der Verwendung von Gesundheits-Apps. Von 24 untersuchten populären Android-Anwendungen, etwa zur Erinnerung der Medikamenteneinnahme, tauschten 19 Benutzerdaten mit Unternehmen aus, darunter Facebook, Google und Amazon.

Dies könnte bedeuten, dass private Informationen über medizinische Zustände nicht vertraulich behandelt werden, so die Forscher im „British Medical Journey“. Ungeachtet der Angaben der Entwickler, keine personenbezogenen Daten zu sammeln, könnten die Informationen etwa an Wirtschaftsauskunfteien weitergegeben oder zur gezielten Werbung verwendet werden.

„Beispielloses Risiko für Privatsphäre“
„Diese Apps behaupten, maßgeschneiderte und kosteneffektive Gesundheitsförderung anzubieten - aber sie stellen ein beispielloses Risiko für die Privatsphäre der Verbraucher dar, da sie in der Lage sind, Benutzerdaten, einschließlich sensibler Informationen, zu sammeln“, schreiben die Forscher.

„Detailliertes Verständnis der Gesundheit“
Laut Professor Gil McVean vom Department of Medicine an der University of Oxford gäbe es bislang keine Beweise für Fehlverhalten, aber die Studie zeige, „wie der Informationsaustausch zwischen einem Netzwerk von Technologieunternehmen hinter den Kulissen potenziell genutzt werden kann, um ein detailliertes Verständnis der Gesundheit und Aktivität einer Person zu schaffen“.

Aus Sicht des Sicherheitsexperten Alan Woodward von der University of Surrey besonders problematisch: „Die Benutzer haben noch wenig Verständnis dafür, wie die Daten, die sie diesen Apps anvertrauen, weitergegeben werden.“

 krone.at
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