Die hohe Anzahl der Attacken aus China folgt dem Trend, denn bereits in den vergangenen drei bis vier Jahren wurden die meisten Schadprogramme aus China verbreitet. Im Jahr 2009 registrierte der Sicherheitsspezialist insgesamt 73.619.767 Netzattacken - fast 53 Prozent davon hatten ihren Ursprung in China. Der prozentuale Anteil der Attacken aus dem Reich der Mitte verringerte sich aber im Vergleich zu 2008, als noch 79 Prozent aller Online-Angriffe von China aus verübt wurden.
Filesharer und Handys 2010 im Visier
Im Jahr 2010 könnte es laut den Experten eine allmähliche Verschiebung der Angriffsziele geben - weg von Attacken über das Web, hin zu Angriffen über Filesharing-Netzwerke (P2P-Netze). Auch Handys seien stärker bedroht: "Vor allem hinsichtlich mobiler Plattformen wie iPhone und Android erwarten wir für 2010 Komplikationen. Das Auftreten erster Bedrohungen für diese Plattformen im Jahr 2009 zeigt, dass die Cyberkriminellen ein zunehmendes Interesse daran entwickeln", erklärte Alexander Gostev, Forschungsdirektor des Unternehmens.
Während sich die Gefahr für iPhone-User nur auf diejenigen beschränkt, die gehackte Geräte verwenden, so gilt diese Einschränkung für die Plattform Android nicht. Denn im Unterschied zum Apple-Handy lassen Mobiltelefone mit dem Google-Betriebssystem das Installieren von Anwendungen aus beliebigen Quellen zu. Die wachsende Popularität von Telefonen auf Android-Basis in China und die unzulänglichen Kontrolltechnologien für die zu veröffentlichenden Anwendungen dürften in diesem Jahr eine Reihe spürbarer Viren-Attacken nach sich ziehen, folgert Kaspersky.
Über 85 Prozent der Mails waren Spam
Der Anteil von Spam am E-Mail-Traffic betrug im Jahr 2009 laut Kaspersky durchschnittlich 85,2 Prozent und damit 3,1 Prozent mehr als 2008. Schädliche Anhänge waren in 0,85 Prozent aller E-Mails enthalten, der Anteil von Phishing-Mails betrug durchschnittlich 0,86 Prozent. Offensichtlich verhielten sich die Anwender vorsichtiger, daher brachte Phishing den Betrügern nicht mehr den erwünschten Gewinn. Soziale Netzwerke und Blogs entwickelten sich hingegen zu wahren Goldgruben für die Spammer.
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