Die Gunners hätten mit der Trennung von Stahl auf die jüngste Niederlagerserie reagiert, erklärte Manager Andreas Leitner. Oberwart hatte zuletzt drei Meisterschaftsspiele in Serie und am vergangenen Wochenende auch das Cup-Semifinale vor eigenem Publikum verloren. Die Entwicklung des Teams sei "mit Sorge beobachtet" worden und es sei "höchst an der Zeit" gewesen, ein Signal zu setzen, damit ein neuer Wind wehe, so Leitner.
Asceric soll Weg zur Siegerstraße weisen
Die mit Asceric getroffene Vereinbarung gelte auch für die Saison 2010/11. Der 44-Jährige leitete bereits am Samstagvormittag sein erstes Training bei den Gunners. Er wolle alles daran setzen, Oberwart bereits am Montag in dem möglicherweise bereits entscheidenden Duell mit Traiskirchen "wieder auf die Siegerstraße zurückzuführen".
Schillernder austroserbischer Basketball-Star
Asceric zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten im heimischen Basketball. Er war mit der damaligen UKJ St. Pölten fünf Mal Meister – und dabei u.a. in den Finalduellen 1997 und 1998 gegen die Gunners (mit Leitner als Spieler) der überragende Akteur. Außerdem holte er mit den Niederösterreichern drei Cupsiege. In der Folge war Asceric für Racing Paris Basket, Roter Stern Belgrad und – wieder in Frankreich – für Le Mans SB, Hyeres Toulon sowie JA Vichy aktiv.
Nun Doppelbelastung als Teamchef und Ober-Gunner
Nach einem Intermezzo als "Playing Assistant-Coach" beim neu gegründeten UBC St. Pölten im Herbst 2006 beendete Asceric im Alter von 41 Jahren seine aktive Karriere. Als Coach war er in der Folge in Frankreich sowie in Mexiko tätig. Im April 2008 ereilte Asceric der Ruf als ÖBV-Teamchef, seinen Vertrag mit dem Verband verlängerte er erst vor wenigen Wochen um weitere zwei Jahre. Asceric, seit Anfang der 1990er-Jahre österreichischer Staatsbürger, hat als Aktiver auch 22 Länderspiele für die ÖBV-Auswahl bestritten.
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