Der Gewinn im Schlussquartal wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 60 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (4,79 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 19 Milliarden Dollar. "Wir haben einen Rekordumsatz und einen Rekordgewinn eingefahren", sagte Klein. Mit den Zahlen übertraf Microsoft die Erwartungen der Analysten. "Ein schönes Quartal", urteilte ein Experte. "Wir sind begeistert von dem Zuspruch der Verbraucher zu Windows 7", führte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner aus. Auch die Geschäftskunden hätten das neue Betriebssystem gleich angenommen.
Microsoft hatte Windows 7 Ende Oktober auf den Markt gebracht - gerade noch rechtzeitig für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Und auch rechtzeitig, um von der wieder angesprungenen Konjunktur zu profitieren. Viele Unternehmen hatten im vergangenen Krisenjahr die IT-Investitionen drastisch zusammengestrichen und waren nun gezwungen, in neue Computer zu investieren.
60 Millionen Lizenzen verkauft
Im seinen zweiten Geschäftsquartal verkaufte der Konzern 60 Millionen Lizenzen. Kein anderes Betriebssystem sei jemals so gut gestartet, merkte Microsoft an. Der Vorgänger Vista war bei den Kunden durchgefallen, auf vielen Rechnern läuft bis heute das bereits 2001 veröffentlichte Windows XP - in der Computerwelt eine Ewigkeit. Bis 2014 unterstützt Microsoft den Oldtimer noch, etwa mit Sicherheitsupdates.
Office immer häufiger zweite Wahl
Windows steuerte im Quartal rund ein Drittel zum Umsatz bei und zwei Drittel zum Gewinn. Das zweite große Standbein, die Firmen-Software, folgte mit deutlichem Abstand. Das Geschäft sei noch nicht wieder angesprungen, sagte Finanzchef Klein. Microsoft bietet unter anderem kaufmännische Programme für Mittelständler an und konkurriert hier mit Oracle oder SAP. Zur Firmen-Software zählt auch das bekannte Office-Paket; viele Nutzer greifen inzwischen lieber zum kostenlosen Open Office.
Online-Geschäft rutscht tiefer in die Verlustzone
Die Spielekonsole Xbox warf dagegen deutlich mehr Gewinn ab, auch mit Server-Software verdiente Microsoft mehr Geld. Im Online-Geschäft rutschte das Unternehmen indes noch tiefer in die Verlustzone. Ein Bündnis mit dem Internet-Konzern Yahoo bei der Vermarktung von Suchmaschinen-Anzeigen soll die Wende bringen. Microsoft tritt mit seiner eigenen Suchmaschine "Bing" gegen den Branchenprimus Google an.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.