Die Bundesregierung hat am Mittwoch 102 Millionen Euro für die von Unwettern betroffenen Bundesländer aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt. Kärnten und Osttirol seien hauptbetroffen, er habe sich selbst ein Bild an Ort und Stelle gemacht, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat im Pressefoyer: „Das Schadensausmaß ist ein gravierendes.“
In der vergangenen Woche seien weite Teile des Landes von schweren Unwettern heimgesucht worden, stellte Kurz fest. In Kärnten habe er sich gemeinsam mit Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und der zuständigen Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ein Bild von der Lage gemacht. Kurz bedankte sich auch bei den Einsatzkräften und den freiwilligen Helfern für ihre Arbeit.
„Rasch und unbürokratisch“ helfen
Die Mittel des Katastrophenfonds sollen nun „rasch und unbürokratisch“ helfen. 102 Millionen Euro stehen seitens des Bundes zur Verfügung, dazu kommen noch Mittel der Bundesländer und der Gemeinden, erklärte Kurz.
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Genaues Schadensausmaß erheben
Die Aufräumarbeiten seien nun im Gange, auch werde erst das genaue Schadensausmaß erhoben. Sobald die Schäden aber feststehen und berechnet wurden, können die Gelder abgeholt werden.
Beschlossen wurde von der Bundesregierung am Mittwoch auch Unterstützung für mehrere afrikanische Länder. Aus dem Auslandskatastrophenfonds stehen demnach 6,5 Millionen Euro für Menschen in den ärmsten Gegenden bereit. Laut Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) geht die Hilfe an Äthiopien, den Südsudan, Uganda, den Tschad und Ägypten.
„Riesigen Herausforderungen“ in Tirol"
In Tirol haben haben die Unwetter rund 1300 Hektar Wald vernichtet. Der Gesamtschaden beträgt laut Landesangaben vom Mittwoch 27 Millionen Euro. Neben dem wirtschaftlichen Ausfall sei es auch eine Frage der Sicherheit. Denn 70 Prozent der durch den Sturm schwer geschädigten Waldflächen erfüllten eine Schutzfunktion. Neben dem hauptsächlich betroffenen Bezirk Lienz gab es auch Schäden in Tux sowie im Wipp-und Gschnitztal.
„Wir stehen in der Tiroler Waldwirtschaft vor riesigen Herausforderungen und beginnen umgehend mit der Abarbeitung des Schadereignisses“, sagte der für die Agenden Wald und Katastrophenschutz zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Es werde so schnell wie möglich mit den Aufräumarbeiten und der Aufforstung beginnen. Dafür würden allein im kommenden Jahr rund 1,5 Millionen Bäume benötigt.
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