Kosten 37 Millionen €

Zukunft bauen: Klagenfurt erhält Bildungscampus

Kärnten
29.06.2026 16:00

Der erste Bildungscampus in Klagenfurt entsteht in der Hubertusstraße 1, nach der Sanierung mehrerer Bildungseinrichtungen wird er insgesamt sechs Schultypen umfassen. Baustart ist 2028, das Ministerium und die Bundesimmobiliengesellschaft investieren 37 Millionen Euro.

Die Bundesimmobiliengesellschaft modernisiert und vereint im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung den Klagenfurter Bildungsstandort in der Hubertusstraße zu einem zukunftsorientierten Bildungscampus. Den EU-weiten, offenen, einstufigen Realisierungswettbewerb, bei dem 26 Projekte eingereicht wurden, entschieden die j-c-k Architekten für sich.

So wird der Mensa-Bereich nach einer Visualisierung im Bildungscampus aussehen.
So wird der Mensa-Bereich nach einer Visualisierung im Bildungscampus aussehen.(Bild: PH Klagenfurt)
Der Bildungscampus wurde groß vorgestellt. Baustart 2028.
Der Bildungscampus wurde groß vorgestellt. Baustart 2028.(Bild: Christian Tragner)

Bildung für 2.000 junge Menschen
Nach der Sanierung werden mehrere Bildungseinrichtungen – AHS, BAfEP, Praxiskindergarten, Pädagogische Hochschule mit Ptaxis Volksschule und Praxis-Mittelschule – für rund 2.000 Kinder, Jugendliche und Studierende sowie 250 Lehrende an diesem Standort ihren Platz finden. Die Bundesimmobiliengesellschaft und das  Ministerium investieren rund 37 Millionen Euro in die Funktionssanierung und machen den Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren fit für die Zukunft. Der Baustart ist für 2028 geplant.

Bildungsdirektorin will bleiben
Oliver Möllner von der BIG erklärte, dass gleich 65.000 Quadratmeter bereitstehen. „Das ist sehr viel Platz.“ Der Viktor-Frankl-Saal wird saniert. In der Schule entstehen Home-Bases. Etwa Aufenthaltsräume oder Lernplätze“, erzählt Barbara Graber. „Derzeit haben wir sechs Container- und fünf Wanderklassen, diese elf Klassenzimmer haben in der neuen Schule problemlos Platz.“ Mit Lehrpersonal finden gleich 2000 Kinder und Schüler im Bildungscampus Platz.

Mischnutzung statt Stammklassen
„Die Stammklassen werden durch diesen Umbau von einer Mischnutzung ersetzt. Bisher waren die Schüler in fixen Klassen untergebracht, jetzt pendeln sie. Dabei werden Ressourcen gespart. Denn wir brauchen nur mehr einen Chemiesaal, auch im Sport-, Musil- und Naturwissenschaftlichen  Bereich wird gespart“, sagt Barbara Graber als Direktorin der BAfEP.  „Wir sprechen die Zukunft unserer Kinder an, die Bildung hat sich verändert, ist offenener geworden. Der Bildungscampus ist ein Ort der Begegnung, das Wir-Gefühl ist wichtig. Wichtig ist die Sanierung, es entstehen bei der Bildung nicht immer nur Neubauten“, sagt Landesrat Peter Reichmann.

„Der Bund investiert. Die Schule in Völkermarkt wird neu gebaut, jetzt erhalten wir auch einen Bildungscampus“, ist auch Bildungsdirektorin Isabella Penz froh. Gestern hat sie die Unterlagen eingereicht. Ihre Position wurde vom Bund neu ausgeschrieben, „rund zehn Bewerbungen gibt es. Ich möchte bleiben. Bis Dienstag kann man die Unterlagen einreichen.“

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