Weil trotz Hitzewelle ein knapp zehnminütiges Feuerwerk in St. Pölten gezündet wurde, kochten die Emotionen hoch. Anrainer sprechen von „Ignoranz“, der Veranstalter verweist auf die Freigabe und Bereitschaft der Feuerwehr.
Es dauerte knapp zehn Minuten, tauchte den Himmel in helles Licht, wurde mit Musik untermalt und erntete tosenden Applaus der mehr als 1000 Besucher: Mit einem großen Feuerwerk fand das traditionelle Sonnwendfest im St. Pöltner Stadtteil Wagram – das größte der niederösterreichischen Landeshauptstadt – seinen Höhepunkt.
„Auf Kosten von Mensch und Natur“
Doch nicht alle waren von dem Spektakel begeistert. Gerade in den sozialen Medien wurde das Abschießen der Pyrotechnik inmitten der Hitzewelle als unverantwortlich bezeichnet. „Das ist Ignoranz auf Kosten von Mensch und Natur“, meldeten sich auch Landeshauptstädter bei der „Krone“.
Denn während die Stadt selbst auf ihrer Homepage auf die hohe Brandgefahr und das Verbot von offenem Feuer hinweise, würde sie ein aus Sicht der Kritiker hochriskantes Feuerwerk genehmigen. „Das ist grob fahrlässig. Glühende Feuerkügelchen rieselten hörbar auf unsere Autos, Straßen und Hausdächer nieder“, schildern Anrainer.
Der Veranstalter wehrt sich gegen die Vorwürfe. Das Feuerwerk sei von einer professionellen Firma abgefeuert worden, die Landespolizeidirektion habe dieses als zuständige Behörde genehmigt. „Die Letztentscheidung lag aber bei der Feuerwehr. Wäre es zu unsicher gewesen, wäre es nicht durchgeführt worden“, betont Thomas Schöffer, Obmann des Wagramer Vereins für Events (WAVE). Die Einsatzkräfte seien mit mehr als 20 Kameraden in Bereitschaft gestanden.
„Gehört einfach dazu“
„Feuerwerkskörper gehören zu einer Sonnwendfeier dazu, das sieht man auch in der Wachau“, so Schöffer. Die Veranstaltung sei jedenfalls ein voller Erfolg gewesen. „Wir haben viel positives Feedback bekommen. Kritik kommt leider von Leuten, die gar nicht vor Ort waren“, freut sich der Obmann im kommenden Jahr schon auf das 20-Jahr-Jubiläum des Events.
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