Ein böser Sturz, ein schmerzverzerrtes Gesicht und ein zweimaliger Satzrückstand: Topfavorit Jannik Sinner hat es in Wimbledon gleich zum Auftakt spannender als erwartet gemacht. Am Ende konnte der 24-jährige Südtiroler eine Auftaktniederlage gegen den Serben Miomir Kecmanovic gerade noch so verhindern.
Beim 2:2 im dritten Satz rutschte der Vorjahressieger auf dem Rasen des Centre Courts böse aus, fiel auf die Knie und hielt sich anschließend schmerzverzerrt die Hüfte.
Doch der 24-Jährige konnte zum Glück weiterspielen und verzichtete auch auf eine Behandlungspause.
Im Video: Sinner rutschte im dritten Satz böse aus
Sinner ohne Vorbereitungsturnier nach Wimbledon gereist
Auch sportlich hatte der Südtiroler weit mehr zu kämpfen, als ihm wohl lieb war. Die fehlende Matchpraxis (Sinner reiste ohne Vorbereitungsturnier auf Rasen nach London an) war dem Italiener deutlich anzumerken. Wie schon bei den French Open (2. Runde) drohte der Nummer eins ein frühes Aus.
Im Tiebreak des dritten Satzes wehrte Kecmanovic (ATP-Nummer 50) einen Satzball des Topfavoriten spektakulär ab und brachte Sinner mit dem zweiten Satzgewinn gehörig ins Schwitzen.
Fotos von Sinners Erstrundenpartie:
Sinner drehte vor den Augen von David Beckham die Partie
Doch der Italiener konnte – vor den Augen der britischen Fußballlegende David Beckham – die Partie noch zu seinen Gunsten drehen. Nach einer Spielzeit von 3:30 Stunden hieß es 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2 und 6:3 für Sinner.
Sinner gibt nach Sturz Entwarnung
„Ich bin sehr glücklich, dass ich es gedreht habe. Der dritte Satz war schwer zu verdauen“, sagte Sinner im Interview nach dem Spiel. Er sei zu Beginn ein bisschen angespannt gewesen. An seinem Schuh hatte sich ein roter Fleck gebildet, der wie Blut aussah. „Nein, nein, mir geht es gut“, beschwichtigte er. Es sehe schlimmer aus, als es ist, sagte Sinner. Sein nächster Gegner ist nun der Portugiese Nuno Borges.
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