Datenschutz

Von Mozilla empfohlenes Add-on spähte Nutzer aus

Web
20.08.2018 11:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ausgerechnet eine Browser-Erweiterung, die vor Spionage im Internet schützen sollte, ist jetzt der Datenweitergabe überführt worden. Besonders peinlich: Der Firefox-Entwickler Mozilla hatte das Add-on offiziell empfohlen.

Wie zdnet.de berichtet, versprach die vom deutschen Entwickler Creative Software Solutions stammende Browser-Erweiterung „Web Security“ einen „umfassenden Echtzeitschutz“ vor Überwachung beim Surfen, Malware und Phishing - und wurde daher auch von Firefox-Entwickler Mozilla im firmeneigenen Blog als Datenschutz-Add-on empfohlen.

Doch wie der deutsche Sicherheitsexperte Mike Kuketz herausfand, machte die Erweiterung genau das Gegenteil und übermittelte bei jedem Domainaufruf oder -wechsel nicht nur unverschlüsselt alle besuchten Internetadressen an den Anbieter, sondern „auch noch eine (eindeutige) ID, die man vermutlich einem User zuordnen kann“.

Mozilla hat die über 220.000 Mal heruntergeladene Erweiterung inzwischen aus seinem Blogeintrag und dem Add-on-Marktplatz entfernt - wortlos, was Kuketz sauer aufstößt: „Das Add-on wird nun nicht mehr empfohlen - wie bekommen das die User mit, die der Empfehlung von Mozilla bereits gefolgt sind?“, kritisiert der Experte.

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