Mo, 22. Oktober 2018

Medikamente

31.07.2018 06:00

Arzneien wirken bei Hitze oft anders

Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke  sind für viele Menschen eine enorme Belastung. Zusätzlich können Medikamente die zentrale Temperaturregulation und die Lichtempfindlichkeit des Körpers beeinträchtigen. 

„Vor allem ältere Personen müssenhäufig viele verschiedene Arzneien einnehmen, die gerade während Hitzeperioden durchaus zu gefährlichen Nebenwirkungen führen können,“ betont Karlheinz Kornhäusl, stellvertretender Obmann der Bundeskurie angestellter Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). „Die Gefahr einer Entwässerung durch verringerte Wahrnehmung des Durstgefühls kann beispielsweise den Elektrolythaushalt massiv beeinträchtigen,“ warnt Kornhäusl. Die Österreichische Ärztekammer rät besonders chronisch Kranken und älteren Patienten jetzt ihre Medikamentendosis vom Arzt  entsprechend überprüfen zu lassen. „Oft gilt es, die niedrigste effektive Dosis für die kürzest mögliche Zeit anzuwenden,“ empfiehlt Kornhäusl.

Zur Vorsicht rät die ÖÄK, bei der generellen Empfehlung während Hitzetagen viel Wasser zu trinken. „Es gibt Grenzen, die individuell verschieden sind. Körpergröße, Stoffwechselgeschwindigkeit, Nierenfunktion und vieles mehr, spielen dabei eine Rolle. Patienten mit Herzschwäche rät Kornhäusl davon ab, dem Körper Unmengen an Wasser zuzuführen. “Gerade bei Herzinsuffizienz hat die Trinkmenge einen wesentlichen Einfluss auf die Beschwerden und den Verlauf der Erkrankung. Das Herz wird zusätzlich belastet und die Bildung von Wasseransammlungen, sogenannten Ödemen, begünstigt", warnt Kornhäusl. Bei extremen Temperaturen sollten sich Betroffene von ihrem Arzt diesbezüglich beraten lassen.

Karin Rohrer-Schausberger

 krone.at
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