Do, 20. September 2018

American Standard

26.06.2018 12:18

ZTE kann WC wegen US-Sanktionen nicht reparieren

Die Wirtschaftssanktionen aus den USA gegen den chinesischen Mobilfunkkonzern ZTE treiben teils seltsame Blüten: in einem Bürogebäude in Shenzhen kann der Handy- und Netzwerkspezialist zum Beispiel die Mitarbeitertoiletten nicht mehr reparieren, weil die dort genutzten Pissoirs vom US-Hersteller American Standard kommen.

Das berichtet die Zeitung „South China Morning Post“ unter Berufung auf ein Foto des betroffenen „Häusls“, das im chinesischen Twitter-Pendant Weibo kursiert. Auf einer Notiz oberhalb des Pissoirs steht geschrieben, dass man momentan keine Produkte aus den USA bestellen könne und das Urinal reparieren werde, wenn die Handelsbeschränkungen aufgehoben werden.

Siebenjähriges Exportverbot verhängt
Die USA hatten vor einigen Wochen ein siebenjähriges Exportverbot für US-Komponenten an das chinesische Unternehmen verhängt, wodurch ZTE unter anderem vom Chipnachschub durch Intel und Qualcomm abgeschnitten wurde. Der Exportstopp war eine Reaktion auf die Lieferung von Mobilfunktechnik an den Iran.

Das Unternehmen durchlebte eine schwere Krise. Die Produktion musste eingestellt werden, ZTE machte dem Weißen Haus Zugeständnisse - unter anderem über die Zahlung einer Milliardenstrafe. Eine Lockerung der Exportbeschränkungen durchläuft nun gerade die zuständigen Instanzen in den USA. Bis dahin bleibt das Pissoir bei ZTE wohl gesperrt.

 krone.at
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