Der Coca-Cola Inclusion Run war der stimmungsvolle und beeindruckende Auftakt des Vienna City Marathons. Auch Philipp Jelinek, „Krone“-Vorturner der Nation, war dabei und begeistert. Der frühere Fußball-Torhüter Helge Payer sagte angesichts der 1000 Teilnehmer und der überragenden Stimmung an der Strecke: „So wild wie heuer war es noch nie.“
Payer unterstrich: „Bei diesem Lauf merkst du, um was es wirklich geht. Du erlebst hier, was Freude wirklich bedeutet. Auch der Letzte strahlte. Ihm war die Platzierung völlig egal. Ihm war es wichtig, dass er es geschafft hat.“ Die Brüder Matti und Jan von der Stew Crew unterstrichen: „Wir haben immer noch Gänsehaut. Es ist ein geiles Event, ein sehr besonderes Erlebnis. Es geht nicht darum, nur Gas zu geben, sondern darum, dass alle Spaß haben. Das spürt man auch.“
Längst ein fester Bestandteil
Was 2017 als Initiative begann, hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Marathonwochenendes entwickelt. In seiner neunten Auflage bringt der Coca-Cola Inclusion Run heute Menschen mit und ohne Behinderung aus unterschiedlichsten Lebenswelten zusammen und schafft einen Raum, in dem nicht Leistung, sondern das Miteinander im Mittelpunkt steht.
„Als wir den Coca-Cola Inclusion Run 2017 zum ersten Mal veranstaltet haben, war das eine Idee mit viel Überzeugung und noch überschaubarer Größe. Zu sehen, wie sich der Lauf mittlerweile entwickelt hat und wie viele Menschen Jahr für Jahr Teil davon werden, ist wirklich beeindruckend. Die neunte Auflage mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, welchen Stellenwert dieses Format heute hat und wie wichtig solche Plattformen für gelebte Inklusion sind“, so Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher bei Coca-Cola Österreich.
„Mich beeindruckt dieser Wille“
Auch Philipp Jelinek war mit großer Begeisterung dabei. Der „Krone“-Vorturner betonte: „Bei diesem Lauf erlebst du so viele wunderschöne Emotionen. Es ist ein großartiges Erlebnis. Mich beeindruckt der Wille dieser Menschen mit Beeinträchtigung sehr.“ Bei den Nationalen Sommerspielen von Special Olympics im Juni peilt Philipp in Wien einen Weltrekord an – die größte Inklusions-Turnstunde, die es jemals gab.
Wie in den vergangenen Jahren kamen auch heuer sämtliche Erlöse des Coca-Cola Inclusion Run Special Olympics Österreich zugute und werden von Coca-Cola zusätzlich aufgestockt. Für den guten Zweck gingen weitere zahlreiche prominente Persönlichkeiten an den Start und setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für gelebte Inklusion.
Neben dem hochkarätigen Startkomitee rund um Bürgermeister Michael Ludwig, Stadtrat Peter Hacker, Landtagsabgeordnete Yvonne Rychly und Special Olympics Präsident Laurenz Maresch mischten sich unter anderem Cesar Sampson, Andreas Onea, Helge Payer, Ivona Dadic, Arvid Auner, Clemens Trimmel, Conny Wilczynski, Erich Artner und Hans Huber unter die Starterinnen und Startern.
Unified Runner machen Inklusion erlebbar
Mit den Unified Runnern setzte der Coca-Cola Inclusion Run in diesem Jahr ein weiteres Ausrufezeichen: Erstmals gingen prominente Persönlichkeiten gemeinsam mit Athletinnen und Athleten von Special Olympics als Team an den Start und machten Inklusion auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht die sportliche Bestleistung, sondern die Begegnung auf Augenhöhe. Vom ersten Kennenlernen im Coca-Cola Village über den gemeinsamen Weg zum Start bis hin zum Zieleinlauf entstand ein intensiver Austausch, der den Gedanken der gelebten Inklusion sichtbar machte.
„Die Gänsehaut bleibt noch länger“
Siebenkämpferin Ivona Dadic bildete mit Christian Adler ein Unified Team, Snowboard-Vizeweltmeister Arvid Auner mit Andreas Schwach Unified Teams. Die beiden Special Olympics Athleten sind vom Verein Hippo Sport in Wien 2 und werden bei den Nationalen Spielen im Reiten antreten. „Die Gänsehaut bleibt noch länger. Mit welcher Freude, mit welchem Grinser alle dabei gewesen sind, hat mir als Profisportler einmal mehr gezeigt, dass das Miteinander im Sport so wichtig ist“, so Snowboard-Doppel-Vizeweltmeister Arvid Auner zu seiner Inklusionslauf-Premiere.
Ivona Dadic war zum zweiten Mal mit dabei: „Der Lauf gemeinsam mit Christian hat verdeutlicht, dass es ein Miteinander und kein Gegeneinander ist. Diese Energie, diese herzliche Art zu spüren, inspiriert einfach enorm. Es erinnert mich zurück, warum ich Sport mache – er verbindet und hat für jeden Platz.“
„Unvergleichlicher Spirit“
Paraschwimmer Andreas Onea lief die rund 800 Meter lange Strecke gemeinsam mit Michael Maier vom Verein „Inklusive Athletik Bezirk Murau“ und hatte vor dem Start bereits fünf Kilometer Schwimmtraining in Armen und Beinen. „Es hat mich gewundert, dass die Beine noch so frisch waren, aber ich bin mit Michael gemeinsam ein moderates Tempo gelaufen und wir haben die großartige Stimmung aufgesogen und genossen. Das Selbstverständnis für ein Miteinander ist immer mehr da und inklusive Ideen lassen sich immer besser umsetzen. Das ist ja auch der Gedanke der Special Olympics, wo es darum geht, dass Menschen mit uns ohne Behinderung gemeinsam Spaß am Sport haben und das Leben genießen können.“
Dominik Konrad, Geschäftsführer des Vienna City Marathon, erklärte: „Am Vienna City Marathon Wochenende wird Wien zu einem großen Festival des Laufens. Der Coca-Cola Inclusion Run hat einen unvergleichlichen Spirit und zählt zu den emotionalsten Momenten der Veranstaltung. Er bringt Menschen mit ihren unterschiedlichsten Geschichten zusammen. Er drückt all das aus, wofür der Vienna City Marathon steht: Freude am Sport und ein Miteinander von Menschen mit nahezu allen Fähigkeiten und Voraussetzungen.”
„Wien ist eine Stadt des Miteinanders“
Bürgermeister Michael Ludwig unterstrich: „Wien ist eine Stadt des Miteinanders! Bei uns ist Inklusion fest in unserer DNA verankert und sicher kein Randphänomen. Deshalb ist es selbstverständlich, dass der Coca-Cola-Inclusion-Run bereits zum 9. Mal im Herzen unserer Stadt rund um das größte Laufevent der Republik stattfindet – genau hierher gehört er hin! Der heutige Lauf ist erneut ein starkes Zeichen für eine offene Stadt, die in allen Lebenslagen zusammenhält.“
Laurenz Maresch, Präsident Special Olympics Österreich, sagte abschließend: „Heute haben wir mit dem Coca-Cola Inclusion Run ein Feuer der Leidenschaft für Inklusion entfacht. In rund zwei Monaten werden wir bei der Eröffnung unserer Nationalen Special Olympics Sommerspiele in Wien ein weiteres Feuer entzünden: die Flamme der Hoffnung! Sie ist ein Symbol von Special Olympics und steht seit Anbeginn dafür, dass Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung nicht ausgegrenzt werden sollten, sondern ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft bekommen sollten. Wir freuen uns riesig auf die Spiele in Wien, rund 1.800 Sportlerinnen und Sportler, etwa 600 Trainerinnen und Trainer sowie knapp 800 Volunteers werden dafür sorgen, dass die Bundeshauptstadt für ein paar Tage das Zentrum der Emotionen sein wird.“
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