Sa, 20. Oktober 2018

VDMA, Kuka

20.06.2018 09:45

Chinesen sind heiß auf Roboter aus Deutschland

Die reißende Nachfrage aus China treibt den Umsatz mit deutscher Robotertechnik. Der Maschinen- und Anlagenbauer-Verband VDMA sagte für heuer ein Umsatzwachstum mit Automatisierungs- und Robotertechnik von neun Prozent auf 15,8 Mrd. Euro voraus. Im vergangenen Jahr war die Branche um 13 Prozent gewachsen, deutlich stärker als der Verband zur Jahresmitte erwartet hatte.

2018 sei das aber nicht wieder zu erwarten, sagte der Vorstandschef der VDMA-Sparte Robotik und Automation, Norbert Stein, zum Auftakt der Messe „Automatica“ in München. Die Hersteller gerieten schon an Kapazitätsgrenzen. „Man kann nicht davon ausgehen, dass wir damit weiterfahren. Das schaffen die Firmen gar nicht.“

Sechs von zehn Robotern gehen nach China
60 Prozent der deutschen Roboter- und Automaten-Produktion gingen 2017 ins Ausland. Die Exporte nach China stiegen um 60 Prozent, die in andere asiatische Länder um 20 Prozent. „China hat einen riesigen Aufholbedarf“, sagte die Generalsekretärin der International Federation of Robotics (IFR), Gudrun Litzenberger. Und daran wird sich laut VDMA-Funktionär Stein auch nichts ändern. „Sie wollen schon lange keine Werkbank des Westens mehr sein.“ Deutsche Hersteller spielten vor allem bei der Ausrüstung der chinesischen Elektronikindustrie eine große Rolle. Der starke Zuwachs im vergangenen Jahr habe aber auch mit einigen Großaufträgen aus China zu tun, die das Bild verzerrten, sagte Stein.

Kuka gekauft: Chinesen auf Shopping-Tour
Eines der Aushängeschilder der deutschen Roboter-Branche, die Augsburger Kuka, war 2016 vom chinesischen Haushaltsgeräte-Hersteller Midea geschluckt worden.

Weltweit wurden laut IFR im vergangenen Jahr 381.000 Roboter für industrielle Anwendungen ausgeliefert, das ist ein Plus von 29 Prozent. Es liegt deutlich über den jüngsten Prognosen von 18 Prozent. Umsatzzahlen will der Verband am Mittwoch vorlegen. In der „smarten Fabrik“ (Smart Factory) sollen Mensch und Roboter künftig Hand in Hand arbeiten. „Die Stärken von Mensch und Maschine sind komplementär“, sagte Stein. Man müsse sie nur intelligent kombinieren.

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