Wegen Facebook-Pics

Versicherung streicht Kanadierin das Krankengeld

Web
23.11.2009 11:19
Eine kanadische Versicherungsgesellschaft hat einer Frau das Krankengeld wegen ihrer Fotos auf der Social-Networking-Site Facebook gestrichen. Diese zeigen Nathalie Blanchard dabei, wie sie Spaß hat, obwohl sie seit einem Jahr wegen Depressionen im Krankenstand ist. Die Versicherung habe ihr deshalb mitgeteilt, dass sie augenscheinlich auch fit für die Arbeit sei, erklärte Blanchard.

Seit sie vor einem Jahr wegen schwerer Depressionen von ihrer Arbeit bei IBM in Quebec freigestellt wurde, erhielt Blanchard eine monatliche Zahlung ihrer Versicherung. Im Herbst blieb jedoch das Krankengeld aus - als Grund habe ihr Versicherungsagent die Bilder auf ihrem Facebook-Profil genannt, erzählte die Frau nun im kanadischen Fernsehen. Die Fotos zeigen Blanchard unter anderem bei einer Männer-Strip-Show, einer Geburtstagsparty und an einem Strand.

Die Versicherung nahm das als Beweis dafür, dass die Frau nicht länger depressiv sei. Blanchard erklärte hingegen, ihr Doktor habe ihr zu den "Spaß-Aktivitäten" geraten, um ihre Probleme zu vergessen. Nun strebt Blanchard einen Prozess gegen die Versicherung an, um wieder an die monatlichen Zahlungen zu kommen.

Versicherer "Manulife" wollte den Fall nicht kommentieren, erklärte aber, dass über Zahlungen nicht nur auf Grund von Informationen auf Websites wie Facebook entschieden werde.

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