Sparmaßnahme

ÖBB streicht Intercity Villach – Salzburg

Kärnten
15.09.2009 14:23
Für großen Wirbel sorgen die Sparpläne der ÖBB in Kärnten. Der Fahrplan für das kommende Jahr sieht eine ersatzlose Streichung von Intercity-Verbindungen von Villach nach Salzburg und retour vor. ÖGB und Arbeiterkammer (AK) kritisieren diese Sparmaßnahmen.

Die Intercity-Verbindung 597 von Villach nach Salzburg und retour soll bereits im Dezember ersatzlos gestrichen werden. Wer künftig mit dem Zug von Villach nach Salzburg fahren muss, würde frühestens um 9.48 Uhr im Zielbahnhof eintreffen.

Vor einigen Jahren habe es noch länderübergreifende Regionalverbindungen zwischen Salzburg und Kärnten gegeben. Diese wurden, mit dem Argument, dass der Nahverkehr ohnehin durch Intercity-Züge abgedeckt sei, eingestellt. Nun würden auch diese Verbindungen gestrichen. Diese Vorgangsweise sei nicht nur für zahlreiche Menschen, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung unzumutbar, heißt es seitens des ÖGB. 

Problematisch für Pendler
Problematisch sei diese Neuerung vor allem für Kärntner, die wegen ihrer Arbeit nach Salzburg pendeln müssen und für Schüler, die täglich auf diese Verbindung angewiesen sind, heißt es in der Aussendung. 

Denn auch für die Wirtschaft der Region habe diese Neuerung negative Folgen, befürchtet der ÖGB. "Der ersatzlose Entfall von Zugleistungen bedeutet massive Einschnitte in das wirtschaftliche Zusammenspiel der beiden Bundesländer“, so Regionalsekretär Alfred Graschl.

Der ÖGB fordert daher, dass Verkehrsverbindungen auch in den Morgen- und Abendstunden aufrecht erhalten werden und verweist auf das Regierungsprogramm, in dem sich der Bund zu einem attraktiven öffentlichen Verkehrsangebot bekennt. 

Kritik auf von der AK
Kritik übt auch die AK Kärnten. In einer Aussendung betont AK-Präsident Günther Goach, es sei "keinesfalls akzeptabel, dass Kärntens Pendler durch die Abschaffung der IC-Bahnverbindungen zwischen Klagenfurt und Salzburg finanziell weiter belastet werden oder schlimmstenfalls den Arbeitsplatz verlieren". Er fordert Bund und Land dazu auf, finanzielle Mittel für den Erhalt der länderübergreifenden Verkehrsverbindung zu gewährleisten. 

Bund und Land müssten jetzt Mittel in die Hand nehmen, um den bundesländergrenzübergreifenden Verkehr nicht weiter zu schwächen", betont Goach. 

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