07.08.2009 08:14 |

Er wurde nur 59

Hollywood-Allrounder John Hughes gestorben

Der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor John Hughes, der sein Publikum mit Komödien wie "Kevin - Allein zu Haus" und "Ferris macht blau" fesselte, ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Er erlag am Donnerstag bei einem Spaziergang in New York einem Herzinfarkt, wie eine Sprecherin mitteilte.

Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent zeichnete in den 80er- und 90er-Jahren für zahlreiche Filmhits verantwortlich. Aus seiner Feder stammen Komödien wie "Manhattan Love Story" (Maid in Manhattan) mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes aus dem Jahr 2002, "Dennis, die Nervensäge" (Dennis the Menace, 1993) oder "Kevin - Allein zu Haus" (Home Alone) über einen Achtjährigen, den die Familie bei der Urlaubsreise daheim vergisst. Der Filmhit aus dem Jahr 1990 war das Karrieresprungbrett für Kinderstar Macaulay Culkin.

"Ich war ein Fan seiner Arbeit und seiner Person", sagte der heute 29-jährige Culkin. "Die Welt hat nicht nur einen vollkommenen Filmemacher verloren, dessen Einfluss noch über Generationen zu spüren sein wird, sondern auch einen großartigen und anständigen Menschen."

"Der Shakespeare der modernen Zeit"
Regie führte Hughes unter anderem bei mehreren Filmen, die sich in den 80er-Jahren den Träumen und Wünschen von Teenagern widmeten, wie "Der Frühstücksclub" (The Breakfast Club, 1985), "Ferris macht blau" (Ferris Bueller's Day Off, 1986) mit Matthew Broderick und "Das darf man nur als Erwachsener" (Sixteen Candles, 1984) mit Molly Ringwald. Hughes habe einen "besseren Draht zu jungen Leuten" gehabt als alle anderen in Hollywood, würdigte Schauspieler Ben Stein den Verstorbenen. "Ich glaube nicht, dass jemand an ihn als Poet der amerikanischen Jugend in der Zeit seit dem Krieg herankommt", sagte der Lehrer aus "Ferris macht blau" im Fox Business Network. "Er war für sie, was Shakespeare für die elisabethanische Zeit war."

Der in Michigan geborene Hughes begann seine Karriere als Werbetexter, bevor er mit seinen liebevollen filmischen Jugendporträts zum Held hinter der Leinwand wurde. In New York war der Regisseur, um den es in den vergangenen Jahren still wurde und der sich nur selten fotografieren oder interviewen ließ, am Donnerstag auf Verwandtenbesuch.

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