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Kroatien für viele Urlauber nicht mehr Erste Wahl
Viele Jahre lang war Kroatien eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas – auch für uns Österreicher. Doch sein „Schnäppchenimage“ hat das Adria-Land seit Langem eingebüßt. Viele Reisende sehen sich daher nach lohnenderen Zielen am Mittelmeer um – und werden auch fündig.
Noch vor wenigen Jahren waren Apartments in Istrien, Dalmatien & Co. in der Hauptsaison oft Monate im Voraus ausgebucht, Restaurants und Bars überfüllt. Doch immer öfter sind selbst in beliebten Regionen wie Split für Juli und August noch kurzfristig Unterkünfte verfügbar.
Ein Grund dafür sind wohl die seit 2015 stark gestiegenen Preise. Vor etwa zehn Jahren wurden Hotels und Restaurants empfindlich teurer. Mit der starken Nachfrage nach der Corona-Krise und der Einführung des Euro im Jahr 2023 wurde diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt.
Kroatien nicht mehr „erste Wahl“
Schuld an der Preisspirale sind zudem nicht nur die explodierenden Energiekosten, die jeden Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb belasten. Auch bei der täglichen Verpflegung zieht der „Teuer-Hammer“ voll durch. Egal, ob Calamari am Strand, ein Eis in der Altstadt oder das Zimmer im Hotel – die Betriebs- und Lebensmittelkosten treiben Preise zusätzlich in die Höhe.
2026 wurde von der kroatischen Nationalbank eine weitere Teuerung von etwa 3,4 Prozent erwartet. Dazu kommt: Die extreme Beliebtheit von Touristenmagneten wie Istrien, Split oder Dubrovnik und die Nachfrage nach Premium-Unterkünften schrauben die Preise in der Hauptsaison massiv nach oben. Kurz: Kroatien büßt sein „Schnäppchenimage“ ein. Viele Reisende können sich einen Aufenthalt kaum mehr leisten – und disponieren um. In Spanien oder Griechenland bekommen sie – noch – mehr für ihren Urlaubseuro ...
Deutsche Urlauber kehren Kroatien bereits zunehmend den Rücken zu. Vor allem in Istrien oder der Kvarner Bucht zeigt sich seit 2025 ein wechselhaftes Muster mit starken Frühjahrsmonaten, schwächeren Sommerwerten und rückläufigen Septemberzahlen.
Die Gründe laut „Kroati.de“: steigende Preise, eine generell verhaltene Konsumstimmung, die Konkurrenz anderer Mittelmeerziele: „Zwar sind steigende Preise in vielen Urlaubsländern Realität. Doch in Kroatien wird die Entwicklung besonders deutlich wahrgenommen. Wer früher für eine Familie einen zweiwöchigen Sommerurlaub vergleichsweise preiswert verbringen konnte, sieht sich nun mit Summen konfrontiert, die kaum unter dem Niveau von Spanien oder Italien liegen – bei oft geringerem Leistungsumfang.“
Bei gleicher Aufenthaltsdauer sei ein Türkei- oder Griechenlandurlaub „oft mehrere Hundert Euro günstiger“, so die Reise-Plattform. „Kroatien hingegen setzt traditionell stärker auf Individualurlaub, Selbstversorgung und Camping.“ In diesen Bereichen wirken „Preissteigerungen unmittelbarer, weil Gäste an Supermarkt- und Restaurantkassen täglich damit konfrontiert sind“.
All-Inclusive als Verlockung
Trotzdem bleibt Kroatien für viele Reisende interessant. Für das erste Halbjahr wurden 7,6 Millionen Ankünfte und 29,5 Millionen Übernachtungen gemeldet. Doch die automatische Treue scheint zu bröckeln. Kurzentschlossene und Schnäppchenjäger werden mit kurzfristigen Angeboten gelockt, wer Planungssicherheit benötigt, schaut sich zunehmend anderswo nach einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis um. Türkei, Griechenland, Ägypten und Bulgarien locken beispielsweise mit günstigen All-inclusive-Angeboten.










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