Gegen Kriegsgegner USA

Revolutionsgarden rufen Jordanier zum Kampf auf

Außenpolitik
18.07.2026 11:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die iranischen Revolutionsgarden haben die Bewohner in Jordanien zum Kampf gegen die USA aufgefordert. „Eure religiöse und menschliche Pflicht besteht darin, sie mit allen Mitteln außer Gefecht zu setzen und das heilige Land Jordanien von den Mördern unterdrückter Muslime zu säubern“, hieß es in einer Erklärung der Militärorganisation.

Diese wurde am Samstag von iranischen Medien verbreitet. Das Königreich Jordanien ist ein Verbündeter der USA. Durch seine geografische Lage geriet das Land schon mehrfach in die Schusslinie, unter anderem auch im Krieg zwischen den Erzfeinden Israel und dem Iran. Am Samstag haben die Revolutionsgarden wieder Raketenangriffe auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien reklamiert. Dabei sei unter anderem auf Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge gezielt worden, hieß es.

Zuvor hatte die jordanische Armee berichtet, drei iranische Raketen abgeschossen zu haben. Die Flugabwehr sei am Freitagmorgen aktiviert worden. Das Land war in den vergangenen Tagen mehrfach vom Iran angegriffen worden. Dabei handelt es sich um Vergeltungsschläge nach den jüngsten US-Attacken, die vor allem die Infrastruktur des iranischen Militärs ins Visier nahmen.

Hier sehen Sie ein Posting des US-Militärkommandos zu den Angriffen:

Wasserversorgung unterbrochen
Laut iranischen Medien wurde auch zivile Infrastruktur getroffen. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete, dass mindestens drei Zivilpersonen bei Angriffen auf Brücken getötet worden seien. Darüber hinaus wurden acht weitere Menschen verletzt. Das US-Militär sagte lediglich, unter anderem Überwachungsanlagen und militärische Logistikinfrastruktur beschossen zu haben. Aufgrund der Bombardierung einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Jask wurde die Trinkwasserversorgung für mindestens 10.000 Menschen im Iran unterbrochen – bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius.

Rückfall in „totalen Krieg“ droht
Die Vereinigten Staaten wollen laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ durch Angriffe auf Brücken und andere Ziele im Landesinneren den Druck im ganzen Land erhöhen und ein Ende der iranischen Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormuz erzwingen. Das iranische Militär reagiere darauf aber mit umfassenden Gegenangriffen, hieß es. „Diese Eskalation verschärft sich rapide und gerät außer Kontrolle“, sagte Saeid Golkar, Fachmann für iranische Sicherheitsfragen an der University of Tennessee, der Zeitung. Es bestehe die Gefahr, „dass wir in einen totalen Krieg zurückfallen, auch wenn keine der beiden Seiten dies will.“ Teheran will mit den Angriffen auf Schiffe unterbinden, dass die USA den Schiffsverkehr entlang der Küste des Oman durch die Meerenge geleiten. Die Straße von Hormuz sollte laut dem Abkommen zwischen den beiden Ländern eigentlich wieder geöffnet werden.

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