Trotz eines Schlags auf den Oberschenkel im Halbfinale soll Lamine Yamal laut Spaniens Trainer Luis de la Fuente für das WM-Finale am Sonntag (21 Uhr) in East Rutherford gegen Argentinien topfit sein. „Das war schmerzhaft für ihn, aus Vorsicht haben wir ihm Minuten zur Erholung gegeben. Es geht ihm gut, er hat mit der Mannschaft trainiert und er ist in optimaler Form“, sagte der Coach. Argentiniens Tormann Emilio Martinez spielt hingegen mit Schmerzen.
Yamal war gegen Frankreich im Strafraum gefoult worden und hatte so den Elfmeter zum 1:0 für Spanien ermöglicht. Frankreichs Verteidiger Lucas Digne traf den heraneilenden 19-Jährigen bei seinem Klärungsversuch mit voller Wucht. Wie die Sportzeitung „Marca“ berichtete, hatte Yamal wie Teamkollege Pedro Porro am Donnerstag nur individuell trainiert. De la Fuente betonte, dass Yamal im Duell des Europameisters mit dem Weltmeister bei sich bleiben müsse. „Wir helfen Lamine am meisten, wenn wir ihn er selbst sein lassen“, sagte der 65-Jährige.
Auf die Frage, ob ihn die äußeren Bedingungen mit der erwarteten Hitze, dem Rauch der Waldbrände in Kanada und einem wohl trockenen Rasen nervös machten, antwortete de la Fuente mit Humor. „Ich bin nervös, weil wir mit dem Helikopter zurückfliegen. Ich meine das ernst. Wir sind mit dem Hubschrauber gekommen und müssen ihn zurücknehmen und das macht mich wirklich nervös. Alles andere, darauf lege ich Wert, wollen wir genießen. Wir wollen den Moment genießen“, sagte er.
Argentiniens Goalie Martinez mit Schmerzen
Martinez wiederum laboriert an den Folgen eines am 20. Mai beim Aufwärmen für das Europa-League-Finale erlittenen Bruchs des rechten Ringfingers. Mit Aston Villa gewann der Goalie das Endspiel gegen SC Freiburg 3:0. „Meine Hand tut immer noch jeden Tag weh“, erklärte der 33-Jährige. Jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hat, habe ihm gesagt, dass eine Operation nötig sei. Er habe sich aber dazu entschieden, sie hinauszuzögern, berichtete Martinez. Wenigstens könne er seit dem WM-Achtelfinale wieder normal trainieren.
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