Spanien trifft am Sonntag im Fußball-WM-Finale in New York auf Argentinien. Auch Joan Capdevila, ehemaliger spanischer Nationalspieler und Weltmeister von 2010, will „La Roja“ live vor Ort unterstützen. Dem Weltmeister von 2010 wurde allerdings das Visum für die Einreise in die USA verweigert. Nun wendet sich der 48-Jährige mit einem verzweifelten Hilferuf an Präsident Donald Trump.
Der ehemalige Linksverteidiger schrieb am Freitagabend auf seinem X-Account: „Ich brauche Hilfe @realDonaldTrump.“ Dann erklärte er den Hintergrund: „Man hat mir gerade mitgeteilt, dass ich mit meinen Kindern nicht zum WM-Finale reisen kann, weil mein ESTA-Antrag abgelehnt wurde.“
Zur Erklärung: ESTA (Electronic System for Travel Authorization) ist eine elektronische Reisegenehmigung für viele Europäer. Damit kann man für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu 90 Tagen ohne Visum in die USA reisen.
Capdevila absolvierte insgesamt 60 Länderspiele für Spanien, wurde 2008 Europa- und 2010 auch Weltmeister. 2017 beendete er seine Karrtiere. Alle Mitglieder des legendären Weltmeisterteams von 2010 wurden vom Verband eingeladen, um die aktuelle Mannschaft auf ihrem Weg zum zweiten WM-Titel in Spaniens Fußballgeschichte zu unterstützen.
Ich kann nicht glauben, dass ich möglicherweise nicht in die USA einreisen darf und so einen besonderen Moment mit meinen Kindern verpassen könnte.
Spaniens Legende Joan Capdevila
Ex-Weltmeister verzweifelt
„Ihr habt keine Ahnung, wie sehr ich mich darauf gefreut habe, mit all meinen Teamkollegen von 2010 und diesem aktuellen Team dort zu sein, um sie anzufeuern. Ich kann nicht glauben, dass ich möglicherweise nicht in die USA einreisen darf und so einen besonderen Moment mit meinen Kindern verpassen könnte, die den Fußball genauso lieben wie ich“, so Capdevila weiter. Er markierte in einem separaten Beitrag auch den US-Außenminister Marco Rubio und bat um Hilfe.
Spiel im Iran wird ihm nun zum Verhängnis
In einem Interview mit dem spanischen Radiosender COPE sagte Capdevila, dass ihm das Visum wegen eines Spiels verweigert wurde, das er vor zehn Jahren im Iran bestritten hatte. Im Jahr 2016 trat eine Mannschaft aus La-Liga-Legenden, darunter Capdevila, in Teheran gegen eine All-Star-Mannschaft aus dem Iran an.
Zum Abschluss macht Capdevila noch einmal deutlich, wie wichtig es ihm ist, am Sonntag beim Finale dabei zu sein: „Falls irgendjemand weiß, wie sich das noch lösen lässt, wäre ich ihm oder ihr mein Leben lang dankbar.“

Ob Capdevilas Appell Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass Trump die Sache entsprechend medial ausschlachtet.
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