"Ich freue mich sehr auf das erste Spiel. Das wird gleich ein echter Prüfstein, weil es gegen eine starke Mannschaft geht", erklärte Ivanschitz. Sein erster Pflichtspiel-Auftritt für den Verein aus der Karneval-Stadt verlief am vergangenen Freitag alles andere als wunschgemäß, schließlich musste man sich gegen den Viertligisten VfB Lübeck in der ersten DFB-Cup-Runde (1:2 n.V.) verabschieden. "Leider hat es im Cup nicht gut begonnen, aber jetzt geht es erst richtig los. Wir haben voll auf den Meisterschaftsbeginn hingearbeitet."
Trainer gefeuert
Einfach abgehakt wurde das Pokal-Aus bei den Mainzern aber nicht - Trainer Jörn Andersen wurde am Montag gefeuert, zum Nachfolger der bisherige U19-Coach Thomas Tuchel bestellt, der am Dienstag sein erstes Training leitete. "Ich bin noch zu kurz da, um das richtig einschätzen zu können, aber überrascht war ich von der Entlassung schon", gab der 25-jährige Mittelfeldspieler zu.
"Für mich ändert sich nichts"
Der Burgenländer kam vor zweieinhalb Wochen um kolportierte 1,5 Millionen Euro als erklärter Wunschspieler von Andersen nach Mainz, nun ist ihm ein wichtiger Fürsprecher abhanden gekommen. "Doch ich gehe davon aus, dass sich für mich nichts ändert. Außerdem ist das für mich keine neue Situation. Das war schon bei Panathinaikos so, da hat mich Hans Backe geholt und wurde nach wenigen Runden entlassen."
"Haben guten Kader!"
In den Partien unter Andersen agierte Ivanschitz in einem 4-4-2-System im Zentrum "als offensiverer Spieler der beiden Sechser", wie er erklärte. "Ich nehme an, dass das System gleichbleibt oder vielleicht auf ein 4-2-3-1 umgestellt wird", vermutete er. Sein Club muss auf zahlreiche verletzte Spieler verzichten. "Doch wir haben trotzdem einen guten Kader und es ist sicher nicht so, dass wegen der vielen Ausfälle gejammert wird", beteuerte Ivanschitz.
Saisonziel Klassenerhalt
Das Saisonziel der Mainzer ist klar definiert. "Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen", sagte der Mittelfeldspieler, der ohne selbst auferlegten Druck zu alter Stärke und in Folge möglicherweise auch ins Nationalteam zurückfinden möchte. "Aber zuerst einmal will ich mit Mainz Erfolg haben. Für mich zählt im Moment der Spaß am Fußball, alles andere wird dann von selbst kommen."
Nationalteam im Hinterkopf?
Im Zusammenhang mit dem angestrebten Comeback im Nationalteam sieht Ivanschitz den Wechsel von Griechenland nach Deutschland als großen Vorteil. "Ich wollte in eine der größten Ligen kommen, um wieder mehr in der Öffentlichkeit zu stehen", betonte der voll motivierte Linksfuß.
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