Feierliche Übergabe

Vorsitz bei Landeshauptleutekonferenz

Burgenland
01.07.2009 13:12
Im Schloss Esterhazy in Eisenstadt hat am Mittwoch der Festakt anlässlich der Übergabe der Vorsitzführung in der Landeshauptleutekonferenz sowie im Bundesrat stattgefunden. Der Vorsitz wandert jeweils turnusgemäß von Wien an das Burgenland. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) definierte dabei seine Ziele für das kommende Halbjahr: Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und der Zusammenhalt angesichts der Wirtschaftskrise zwischen den Ländern würden im Vordergrund stehen. Erwin Preiner (SPÖ) übernimmt das Amt des Bundesratspräsidenten Harald Reisenberger (SPÖ). Preiner möchte im Bundesrat den Schwerpunkt Sicherheit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit setzen.

Landeshauptmann Niessl betonte außerdem die Wichtigkeit des grenzüberschreitenden Einsatzes für die Sicherheit: Die Forderung nach zusätzlich 2.000 Polizisten in Österreich sei eine "Forderung die mit Nachdruck zu stellen ist". Ein Anliegen des Burgenlandes sei auch die Umsetzung des Ökostromgesetzes. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es wichtig, in erneuerbare Energien zu investieren, so Niessl. Preiner sprach sich unter anderem für Investitionen in die Bildung und die Stärkung des Vertrauens der Bevölkerung in die Politik aus.

"Gelebter Föderalismus"
Der Burgenländische Landtagspräsident Walter Prior (SPÖ) erklärte, dass es sich mit dem Föderalismus ähnlich verhalte, wie mit der Zusammenarbeit der politischen Parteien. "Je öfter öffentlich die Wichtigkeit beteuert wird, desto schlechter ist es um die Realität bestimmt." Kaum ein Politiker wolle auf den "Föderalismus in seinem Redebaustein verzichten". Gleichzeitig müssten die Bundesländer immer mehr Gestaltungsmöglichkeiten an übergeordnete Ebenen abgeben. Der Bundesrat und die Landeshauptleutekonferenz seien Ausdruck eines "gelebten Föderalismus".

Häupl: "Veto-Recht für Bundesrat vorstellbar"
Der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) betonte, dass der Bundesrat nicht abgewertet, sondern mit Kompetenzen ausgestattet werden soll, die es ihm ermöglichen, seine Rolle stärker wahrzunehmen. Deshalb könne er sich "sehr gut" die Einführung eines Veto-Rechts im Bundesrat vorstellen. Auch Bundesratspräsident Harald Reisenberger (SPÖ) bekräftigte den Wunsch, dass der Bundesrat die Aufmerksamkeit erhält, die ihm zusteht und die Länder die Möglichkeit bekommen, dort einzuschreiten, wo sie unmittelbar betroffen sind.

Die nächste Konferenz der Landeshauptleute ist für den 27. November geplant.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Burgenland
01.07.2009 13:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

18° / 31°
Symbol einzelne Regenschauer
14° / 31°
Symbol heiter
14° / 31°
Symbol heiter
14° / 31°
Symbol heiter
15° / 31°
Symbol heiter
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung