Vorbeugend gehackt

USA wollen im Cyber-Krieg in die Offensive gehen

Web
29.04.2009 15:45
Die USA wollen eine neue Strategie im Cyber-Krieg der Zukunft verfolgen. Nach den letzten Meldungen über die Verwundbarkeit der amerikanischen Netze wolle die Regierung Obama von der "Festungsstrategie" weg und in die Offensive gehen. Laut "New York Times" werde zu den Taktiken für die Zukunft auch das Eindringen in russische oder chinesische Server gehören, um zum Beispiel Botnetze zu zerstören.

Auch der geheime Einbau von Schadcodes in Computerchips, der von Geheimdiensten aktiviert werden kann um einen "feindlichen" PC über das Netz zu steuern, soll zu den neuen Techniken der "Hybrid Warfare" gehören. Unter "Hybrid Warfare" versteht das Pentagon Konflikte zwischen Nationen, die im Internet ihren Ausgang finden.

Um die Schlagkraft der neuen Cyber-Waffen zu testen, sei die USA derzeit im Rahmen der "National Cyber Range" dabei, eine Kopie des World Wide Web nachzubauen. In diesem "Bikini-Atoll des digitalen Zeitalters" soll die Auswirkung der Hacker-Angriffe etwa auf die Energieversorgung, die Telekommunikation, die Flugsicherheit oder die Finanzmärkte von Staaten untersucht werden.

In Militärkreisen werde derzeit außerdem diskutiert, wie und ob Strategien aus der herkömmlichen Kriegsführung, wie etwa Abschreckung oder Präventivschläge, in die virtuelle Welt übertragbar seien.

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