Frisch Vermählte können jetzt in den Flitterwochen so richtig abheben und weit über den Wolken schweben. Die russische Raumfahrtagentur Rosawiakosmos macht es möglich: Bei den halbjährlichen Sojus-Missionen bestehe die Möglichkeit, zwei Touristen gleichzeitig ins Weltall zu schicken, sagte ein Sprecher. "Theoretisch könnten auch junge Ehepaare von dieser Möglichkeit Gebrauch machen."
Billig ist der Spaß allerdings nicht:Bei einem Einzelpreis von 20 Millionen Dollar (16 Millionen Euro)wären pro Paar insgesamt 40 Millionen Dollar auf den Tischzu legen.
Um den körperlichen Herausforderungen der Weltraumreisegewappnet zu sein, müsste sich das Paar zunächst abereinem zehnmonatigen Training unterziehen. Damit der Bedingungennicht genug: Die Angetrauten müssten zudem beweisen, dassihr Geld nicht aus illegalen Geschäften stammt, sie keinerterroristischen Organisation angehören und keine "schlechtenManieren" besitzen, teilte Rosawiakosmos mit. Ob dazu auch derWunsch nach Sex gehört, wollte der Sprecher nicht erörtern.
Wegen möglicher Gesundheitsschäden fürdas Baby ist Sex an Bord russischer Raumschiffe verboten. Auchdas Heiraten ist im Weltall untersagt. Vom Widerstand seiner Vorgesetztenunbeeindruckt vermählte sich der russische Kosmonaut JuriMalenschenko an Bord der Internationalen Raumstation ISS im Augustmit seiner auf der Erde gebliebenen Braut.
Die privaten Touren ins All bietet Rosawiakosmosin Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Space Adventures an:Bislang war dem kalifornischen Geschäftsmann Dennis Titound dem südafrikanischen Internetmillionär Mark Shuttleworthder Trip in den Orbit 20 Millionen Dollar wert.
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