Fr, 17. August 2018

Getrübter Genuss

07.12.2006 16:53

So gesund sind Maroni - und so verdorben

Herrlich, so eine Tüte Maroni frisch vom Maronibrater! Das wärmt die Finger und schmeckt super. Und gesund sind die kleinen Esskastanien obendrein, voller Vitamine. Aber Vorsicht: Nicht alle halten, was der köstliche Duft verspricht. Die Arbeiterkammer hat bei einem großen Maronitest auf eine Menge Würmer gebissen.
So gesund sind Maroni
Erwischt man einwandfreie Maroni, ist das ein Genuss ohne Reue. Zwar haben 100 Gramm immerhin rund 200 Kalorien, aber sie bestehen fast ausschließlich aus "gesunden" Kohlenhydraten, der Eiweißgehalt liegt bei 2,5 Prozent der Fettgehalt unter zwei Prozent. Der hohe Eisengehalt hilft, Müdigkeit vorzubeugen und die Lern- und Konzentrationsfähigkeit zu schärfen. Der hohe Anteil an Vitamin E ist ein idealer Helfer gegen trockene Haut. Vitamin B2 beugt Rissen in den Mundwinkeln vor, Pantothensäure wirkt herbstlicher Erschlaffung entgegen. Außerdem enthalten Maroni doppelt so viel Vitamin C wie Äpfel. 
 
In fast jeder fünften Maroni ist der Wurm drin!
Ein AK Testeinkauf von insgesamt 2.715 Maroni bei 41 Maronibratern zeigt ein unbefriedigendes Ergebnis: Im Durchschnitt war fast jede fünfte Maroni schimmelig, faul, eingetrocknet oder wurmig. Nur bei vier Anbietern hätte der Konsument zufrieden sein können. "Damit ist die Qualität heuer nicht besser als im Vorjahr", kritisiert AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. 
 
Der Testkauf an zwei verschiedenen Tagen zeigt: Bei einem Drittel der Anbieter (32 Prozent) war sogar mehr als jede fünfte Maroni verdorben, auch wenn man die allenfalls dazugegebenen Mehrstücke bereits berücksichtigt, bei einzelnen sogar wesentlich mehr. "Die Qualität war bei den beiden Testeinkäufen häufig auch sehr unterschiedlich bei ein und demselben Anbieter", sagt Schöffl. In einem Extremfall waren z.B. beim ersten Einkauf fast drei Viertel der verkauften Maroni verdorben, beim zweiten hingegen gar keine.

Nur bei jedem zehnten Anbieter (vier) erhielt der Konsument so viele tadellose Maroni, wie er auch bezahlt hatte. Denn allenfalls verdorbene Maroni wurden bei diesen Anbietern durch genügend zusätzliche Stücke ausgeglichen. Die Besten in diesem AK Test waren: Drei Stände in der Mariahilferstraße vor Nummer 22 (Maronibrater Hofmann), vor Nummer 85 (Maronibrater Koch), vor Nummer 92 (Maronibrater Koch) und am Praterstern bei der Straßenbahn-, S-Bahn-Unterführung (Maronibrater Hofmann).

Außerdem lassen sich die Maroni häufig sehr schwer schälen: Von zehn Maroni lassen sich im Schnitt fünf nicht oder nur schwer schälen.  
 
Die Preise sind gleich geblieben: Kleinpackungen (fünf bis sechs Stück) und mittlere Stanitzel (acht bis neun Stück) kosten 16,7 bis 20 Cent je Stück. Für große Portionen (elf bis 13 Stück) werden 13,6 bis 18,3 Cent pro Maroni verlangt.
 
Tolle Rezepte
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