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Warum das eigene Kind immer das schönste ist

18.02.2004, 14:23
Warum das eigene Kind immer das schönste ist
Jede frisch gebackene Mutter hält ihren neugeborenen Sprössling für das schönste Kind, das sie je gesehen hat. Das ist kein Geheimnis. Jetzt haben britische Forscher aber herausgefunden, warum das so ist.
Wie Andreas Bartels und Semir Zeki vom University College in London in der Fachzeitschrift "NeuroImage" veröffentlichten, zeigten sie 20 jungen Müttern Fotos ihrer eigenen sowie anderer, ihnen aber bekannten Babys (wie zum Beispiel von Freunden) und scannten dabei ihre Gehirne im Rahmen von funktionalen Magnetresonanz- Untersuchungen.
 
Ihre eigenen Kinder zu sehen, brachte den so genannten Belohnungs- Schaltkreis im Gehirn (der auch bei der romantischen Liebe zwischen Mann und Frau besonders stark arbeitet) auf Hochtouren.
 
Liebe macht wirklich blind
Wenn dies geschieht, werden Gehirnregionen, die für kritische Bewertungen zuständig sind, einfach abgeschaltet, und die betroffenen Personen können nicht mehr neutral urteilen. Wir müssen eben nur Menschen kritisch beurteilen, die uns fremd oder weniger bekannt sind. Wenn wir mögen oder lieben, fällt dies weg. Der Volksmund hat also tatsächlich recht: Liebe macht wirklich blind.
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