Wie Andreas Bartels und Semir Zeki vom University
College in London in der Fachzeitschrift "NeuroImage" veröffentlichten,
zeigten sie 20 jungen Müttern Fotos ihrer eigenen sowie anderer,
ihnen aber bekannten Babys (wie zum Beispiel von Freunden) und
scannten dabei ihre Gehirne im Rahmen von funktionalen Magnetresonanz- Untersuchungen.
Ihre eigenen Kinder zu sehen, brachte den so genannten
Belohnungs- Schaltkreis im Gehirn (der auch bei der romantischen
Liebe zwischen Mann und Frau besonders stark arbeitet) auf Hochtouren.
Liebe macht wirklich blind
Wenn dies geschieht, werden Gehirnregionen, die für
kritische Bewertungen zuständig sind, einfach abgeschaltet,
und die betroffenen Personen können nicht mehr neutral urteilen.
Wir müssen eben nur Menschen kritisch beurteilen, die uns
fremd oder weniger bekannt sind. Wenn wir mögen oder lieben,
fällt dies weg. Der Volksmund hat also tatsächlich recht:
Liebe macht wirklich blind.