Dieser Begriff bezeichnet im Wesentlichen eine Scheibe Brot, die dick mit Butter bestrichen und häufig mit Fisch belegt wird – die Dänen stehn drauf! Wer eher kein Fan von Fischbrot ist, kann sich aber auch andere Fleisch- und Wurstsorten, sowie Käse und allerlei Saucen auf sein Smørrebrød laden.
Hinter diesem Ausdruck steckt ein isländisches Nationalgericht. Es besteht aus dem verrotteten Fleisch eines Grönlandhais und ist daher in Geruch und Geschmack sehr intensiv. So intensiv, dass diese Spezialität sogar für Isländer äußerst gewöhnungsbedürftig ist. Die Zubereitung erfolgt im Wesentlichen so, dass das Haifleisch zuerst unter Felsen für einige Wochen oder Monate vergraben wird. Danach wird es im Wind einige Monate getrocknet, zurechtgeschnitten und dann mit Brennivin (isländischem Schnaps) gemeinsam serviert.
Poffertjes sind kleine, dicke, münzgroße Palatschinken, die mit extra viel Zucker bestreut und mit kleinen Butterstückchen serviert werden. In den Niederlanden gibt es für dieses Nationalgericht sogar eigene Backformen mit münzgroßen Vertiefungen, in die genau ein Esslöffel des Palatschinkenteigs passt. Ursprünglich war diese Speise aufgrund ihrer Größe im 18. Jahrhundert ein Hostienersatz für Mönche.
Auch unsere deutschen Nachbarn haben schräge Nationalgerichte: Labskaus ist eine norddeutsche Spezialität und bedeutet soviel wie „Speise für derbe Männer“. Das Gericht wird aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Matjes, Zwiebeln und roten Rüben zubereitet. Serviert wird das Gericht meist mit Rollmops, Spiegelei und Gewürzgurken.
Bodenständig geht’s auch bei den Schotten in punkto Nationalgericht zu: Haggis steht für einen Schafsmagen, der mit Innereien wie z.B. Herz, Hirn, Leber, Lunge, Nierenfett sowie Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Anständig Pfeffer verleiht dem Gericht die nötige Würze. Als Beilage gibt es Rüben und Kartoffeln.
Hinter diesem Zungenbrecher verbirgt sich ein finnisches Nationalgericht, bei dem Fisch im Brotteig gebacken wird. Übersetzt bedeutet die Bezeichnung so viel wie „Fisch einpacken/verstecken“. Der Fisch, meist ein Barsch oder Maränen, wird dabei in einem Teig aus Roggenmehl fünf Stunden lang gebacken und sieht danach aus wie ein Brotlaib. Traditionell wird dazu Milch oder Buttermilch getrunken.
Für dieses schwedische Nationalgericht werden kleine Ostseeheringe ein halbes Jahr lang in Fässern mit Salz eingelegt und danach in Konservendosen verpackt. Erst wenn sich diese Konservendosen aufgrund des Gasdrucks der Nachgärung kugelrund aufblähen, ist der Reifezustand erreicht. Zur Zubereitung wird empfohlen, die Dose nur im Freien und unter Wasser zu öffnen: Der Gestank des Suds, der den Fisch umgibt, ist sonst zu stark. Wenn der Sud aber vom Fisch abgewaschen ist, soll Surströmming ein sehr delikater, zarter Fisch sein, der auch gut schmeckt.
Dieses Gericht gibt es nur in Australien und Neuseeland. Vegemite ist eine Hefepaste, die aussieht wie ein Schoko- Aufstrich – jedoch schmeckt wie ein würziger Suppenwürfel. Er wird deshalb auch oft von Urlaubern in kleinen Portionen als Souvenir mitgebracht, um die Bekannten zu schocken.
Dieses Gericht ist in Südafrika sehr beliebt. Das Fleisch eines Springbocks wird dabei zwölf Stunden in einer Marinade aus Buttermilch und Zitrone und Ingwer eingelegt und danach gegrillt.
Eine weitere Fleischsorte, die man in unseren Breiten eher nicht bekommen wird, ist Hauptbestandteil des Nationalgerichts von Grönland: Suaasat ist ein Eintopf aus Robbenfleisch, Reis und Zwiebeln.